Im RTL-Interview: AKK begrüßt Klimademos – und nennt Bedingungen für Teilnahme in der Unterrichtszeit

Politik

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer begrüßt die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an den freitäglichen Klimaprotesten. „Weniger gut finde ich allerdings, dass sie es während der Schulzeit machen“, sagte die frühere saarländische Ministerpräsidentin in einem Interview mit dem Fernsehsender RTL. Dennoch sei eine Teilnahme auch während der Schulzeit „möglich“ – unter zwei Bedingungen. „Wenn sie sagen, sie tun es, dann müssen sie dafür die Konsequenzen tragen.“

„Schüler müssen sich selbst organisieren“

So müssten die Schülerinnen und Schüler bei einer Teilnahme, so Kramp-Karrenbauer, damit leben, unentschuldigte Fehlzeiten im Zeugnis stehen zu haben, sollten die Eltern ihnen keine Entschuldigung schreiben. Zudem sei bei den Kindern und Jugendlichen Eigenverantwortung gefragt: „Die Schülerinnen und Schüler müssen sich selbst organisiert darum kümmern, dass sie den versäumten Unterrichtsstoff nachholen, sodass sie in der Lage sind, Klassenarbeiten zu bestehen.“ Ansonsten müssten sie in Kauf nehmen, schlechte Noten zu bekommen. „Wer selbst verantwortlich genug ist, um für das Klima zu demonstrieren, was ich sehr begrüße, der muss auch selbstverantwortlich genug sein, sich in dieser Art und Weise zu organisieren und ich glaube, das ist auch möglich“, so Kramp-Karrenbauer in dem Gespräch.

Pressestimmen – AKK und CDU-Kurs 7.55 Uhr

An diesem Freitag sind nach Schätzungen der Veranstalter bundesweit in mehr als 230 Städten rund 300.000 Teilnehmer auf die Straße gegangen, um für den Kampf gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Zu den größten „Fridays For Future“-Kundgebungen in Berlin, Köln und München kamen nach Angaben der Polizei jeweils mehr als 10.000 Menschen, darunter auch wieder Tausende Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit.

Annegret Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin?

Die „Fridays For Future“-Demonstrationen sind jedoch nicht das einzige Thema, das die CDU-Chefin derzeit umtreibt. Nach der öffentlichen Kritik an ihrem Karnevalsauftritt (lesen Sie die Hintergründe hier) und der Diskussion über Faschingskostüme für Kinder (hier mehr zum Thema) forderte Kramp-Karrenbauer, die Prioritäten anders zu setzen: „Wenn man sich in der Welt etwas umschaut, dann sieht man in der Tat, dass wir wichtigere und größere Probleme haben, über die wir reden sollten. Hier das richtige Maß und die richtige Mitte zu finden, das ist die Aufgabe, vor der wir stehen“, sagte sie.

Eine weitere Aufgabe, vor der Kramp-Karrenbauer steht, ist die Vorbereitung auf die diesjährigen Wahlen in Europa und in vier Bundesländern – und möglicherweise auf Bundesebene? Die CDU-Chefin winkte ab: „Wir haben im Moment eine stabile Regierung. Wir haben eine Bundeskanzlerin, von der alle Umfragen sagen, dass sowohl die Bevölkerung allgemein, aber auch insbesondere unsere eigenen Mitglieder wollen, dass die Bundeskanzlerin bleibt. Im Übrigen ist das auch mein Wunsch.“ Dennoch müsse Partei immer auch auf eventuelle Neuwahlen vorbereitet sein. Ob sie dann selbst auch als Kanzlerkandidatin für die Union antreten würde, ließ Kramp-Karrenbauer in dem Interview offen.

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Source:: Stern – Politik

      

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