In Österreich wird das Gas nicht ausgehen

Politik

Konsumenten müssen sich im Winter aber auf Preissteigerungen von 20 bis 30 Prozent gefasst machen.

In vielen europäischen Staaten sind Politik und Bevölkerung in Anbetracht der Turbulenzen auf dem internationalen Gasmarkt alarmiert (siehe links).

Die gute Nachricht ist, in Österreich wird das Gas nicht ausgehen. Österreich hat ein vergleichsweise großes Speichervolumen, das etwa einen Jahresbedarf fassen kann. Diese Speicher sind derzeit zu 70 bis 80 Prozent gefüllt, und es wird auch noch weiteres Gas eingespeichert, so die Regulierungsbehörde E-Control. Wahr ist jedoch auch, dass die gesamteuropäischen Gasvorräte derzeit im Vergleich zu anderen Jahren relativ niedrig sind. Das liege unter anderem daran, dass viele Energieversorger im vergangenen Sommer aufgrund der hohen Preise nur zögerlich eingekauft hätten, so Carola Millgram, Leiterin der Abteilung Gas bei der E-Control.

Auch hat der russische Gazprom-Konzern seine Lieferverpflichtungen in den letzten Monaten vermehrt mit Entnahmen aus seinen europäischen Speichern erfüllt, anstatt zusätzliches Erdgas nach Europa zu pumpen. Die leeren Speicher der Gazprom drücken den gesamteuropäischen Durchschnitt.

Preisfrage

Preissteigerungen wie in Spanien oder Italien sind in Österreich nicht zu erwarten, sofern man sich nicht für einen sogenannten „Floating-Tarif“ entschieden hat. Im Unterschied zu vielen anderen europäischen Ländern haben die meisten Verbraucher Lieferverträge, bei denen die Kosten nicht an den Großhandelspreis gekoppelt sind.

Nach Einschätzung von E-Control-Experte Johannes Mayer könnten die Endkundenpreise in Österreich in den kommenden Monaten um 20 bis 30 Prozent steigen. Diese Anhebungen müssen allerdings im Voraus angekündigt werden. Für betroffene Konsumenten könnte sich der Wechsel zu einem anderen Versorger auszahlen.

In Anbetracht der hohen Großhandelspreise ist es durchaus wahrscheinlich, dass sich einzelne Energieanbieter aus dem Geschäft zurückziehen. Da es für solche Marktaustritte im Rahmen des wirtschaftlichen Wettbewerbs festgelegte Abläufe gibt, sollten den Konsumenten dadurch aber keine Versorgungslücken entstehen, beruhigt die E-Control.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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