KURIER-OGM-Umfrage: 72 Prozent für weniger Bodenverbrauch

Politik

2,5 Hektar pro Tag – das ist für eine klare Mehrheit das deklarierte Limit für den Bodenverbrauch in Österreich – für die Politik nicht.

Die türkis-grüne Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, „den Flächenverbrauch bis 2030 auf 2,5 Hektar pro Tag zu reduzieren“. Doch davon ist Österreich weit entfernt, mehr noch: der „Flächenfraß“ wird zum Politikum. 

Für die einen ist allein die bloße Zahl von 2,5 ha willkürlich festgelegt, für andere wie Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) kommt das Limit „einer Bremse für das Wirtschaftswachstum“gleich. Befürworter wie Klimaministerin Leonore Gewessler von den Grünen vergleicht eben diese Haltung des Koalitionspartners damit, den „Kopf in den Boden zu stecken“. 

Die Bundesländer wollen ihre eigenen Zielvorgaben definieren, die Industrie bei alle dem ein Wort mitzureden haben.

1.007 von OGM für den KURIER Befragte (Schwankungsbreite +/- 3,1 Prozent) haben diesbezüglich eine ganz eigene Meinung. „Es gibt ein eindeutiges Ja zur Reduktion des Bodenverbrauchs im Land, weil es eine intakte Natur signalisiert“, sagt OGM-Chef und Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer. 

In Relation lediglich „11 Prozent“ sprechen sich gegen ein Limit beim Bodenverbrauch aus. Stärker ist das Nein nur bei der ÖVP-Wählerschaft (17 Prozent) und FPÖ-Wählern (14 Prozent), gefolgt von Sympathisanten der Neos (13 Prozent) und jenen der SPÖ (8 Prozent). Ganz anders die Einstellung der Grünen. 94 Prozent sprechen sich dezidiert für ein Limit beim Bodenverbrauch aus – nur zwei Prozent sind dagegen.

Hinter den Grünen rangieren mit größerem Abstand die Wähler der SPÖ (78 Prozent), gefolgt von jenen der ÖVP (72 Prozent) und FPÖ (68 Prozent) sowie der Neos (61 Prozent).

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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