Lehramtsstudium: Grünes Licht vom Ministerium für einheitliche Kriterien

Politik

Ein Evaluierungsbericht zeigt Reformbedarf bei der Lehrkräfte-Ausbildung.

Die Ausbildung von Lehrkräften für die Primarstufe und Sekundarstufe ist in den vergangenen Jahren grundlegend reformiert worden. Der sogenannte Qualitätssicherungsrat für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung (QSR) begleitet den Reformprozess. Eben dieser hat nun einen Evaluationsbericht vorgelegt, in dem es vor allem um die Aufnahmeverfahren für Lehramtsstudien geht.

Wer in Österreich für ein Lehramtsstudium zugelassen werden möchte, muss ein Aufnahme- und Eignungsfeststellungsverfahren durchlaufen. Dabei ortet der QSR aber einigen Änderungsbedarf. Derzeit existiere etwa kein österreichweites, einheitliches Anforderungsprofil an die zukünftigen Studierenden. Das führe dazu, dass „eine uneinheitliche Auffassung darüber besteht, welche Fähigkeiten, Kompetenzen und Eigenschaften“ Bewerber mitbringen sollen. Der QSR empfiehlt daher die Einführung gleicher Grundprinzipien bei allen Aufnahmeverfahren.

Generell müssten die gesetzlichen Vorgaben zur Feststellung der Berufseignung überarbeitet werden. Die Idee: Statt zu testen, ob jemand für den Lehrberuf selbst geeignet ist, soll vor Studienbeginn geprüft werden, ob jemand für das Studium geeignet ist. „Eine Prognose der Berufseignung zum Zeitpunkt des Aufnahmeverfahrens ist mit Blick auf eine mehrjährige Entwicklung der Studienbewerber sowie mit Blick auf die Messgüte problematisch“, begründet man diese Empfehlung im Bericht.

Doch braucht es in Zeiten des immer stärker werdenden Lehrermangels überhaupt einen Aufnahmetest für das Lehramtsstudium?

Zumindest würde der „aktuelle Lehrkräftemangel sowie die nicht übermäßig hohen Zahlen an Bewerbern für das Lehramtsstudium“ einer strengeren Auswahl der Bewerber entgegenstehen, hält der QSR fest. Die aktuellen Bedingungen würden eher für eine Reduzierung der Anforderungen und der Dauer der Verfahren sprechen. Gleichzeitig warnt man im Bericht aber davor, das Prozedere zu sehr zu verschlanken. um den Wert des Lehramtsstudiums nicht zu verringern.

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Ministerium dafür

Und wie viel Chancen haben die Vorschläge, die in dem Evaluierungsbericht gemacht haben, nun auf Umsetzung? Bei der Frage nach einheitlichen Anforderungskriterien heißt es auf KURIER Nachfrage aus dem Bildungsministerium, ja, man wolle gemeinsame Güte- und Qualitätskriterien für alle Aufnahmeverfahren. Diese sollen wissenschaftlich begleitet und laufend evaluiert werden.

Derzeit liege die Priorität beim Thema Lehrkräftebedarf. Bildungsminister Martin Polaschek hatte zuletzt ja immer wieder erklärt, man arbeite aktuell an einem Lehrerbild der Zukunft, mit dem der Beruf attraktiver werden soll. „Das Thema Aufnahmeverfahren ist für uns wichtig, wenn wir etwa das Thema Image des Lehrberufs diskutieren“, teilt nun das Bildungsministerium mit.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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