Mathe-Matura: Nur noch jeder neunte AHS-Schüler hat Fünfer

Politik

Nach Minister-Ankündigung „kürzerer und verständlicherer“ Aufgaben sind die Ergebnisse deutlich besser.

Dieses Jahr war die Aufregung um die „standardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung“, genannt Zentralmatura, im Fach Mathematik besonders groß. Viele Schüler und Eltern waren nach den Ergebnissen der Vorjahre alarmiert: Noch vor einigen Jahren schaffte fast ein Viertel der Schüler die Aufgaben nicht auf Anhieb. Auch 2018 fiel das Ergebnis für jeden fünften Maturanten verheerend aus – mit einem Fünfer. 22 Prozent der AHS-Maturanten und 20 Prozent der BMHS-Maturanten (Handelsschulen, Berufsschulen) hatten damals einen „Fleck“.

Diesmal sind die Ergebnisse deutlich besser ausgefallen, wie der KURIER erfahren hat. Nur noch elf Prozent der AHS-Schüler – also nur noch jeder Neunte – wird in diesem Jahr ein „Nicht genügend“ in Mathematik bekommen, zeigen erste Tendenzen aus den Lehrerzimmern. Auch bei den BMHS-Absolventen sollen die Ergebnisse besser sein als im Vorjahr.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will am Freitagnachmittag in einem Pressestatement die Ergebnisse aller 45.000 Prüflinge präsentieren.

Kürzer und fairer

„Anspruchsvoll, aber machbar“, hatten Schüler nach dem Mathe-Termin am 7. Mai dem KURIER über die Aufgaben berichtet. Vor einem Jahr, nachdem die schlechten Ergebnisse bekannt wurden, hatten Schüler sowie Bildungsexperten geklagt, dass die Mathematik-Matura viel zu textlastig sei – und daher eher einem Lesetest denn einer Prüfung über Trigonometrie und Kurvendiskussion geglichen hätte.

Faßmann reagierte: „Die Aufgaben werden heuer kürzer und verständlicher – und somit auch fairer“, versprach der Minister. Durch die kürzeren Texte sparte sich das Ministerium übrigens auch viel Papier. Die Prüfungshefte, die in diesem Jahr an die Schulen geschickt wurden, waren eine Tonne leichter als im Vorjahr. Es war die Aufgabe von Kurt Scholz, dem ehemaligen Wiener Stadtschulratspräsidenten und Leiter des Forums Zentralmatura, die Prüfungsaufgaben zu überarbeiten.

Scholz hatte bereits im Vorfeld beruhigt: „Wenn es sprachliche Fallen gegeben hat, werden sich diese heuer nach menschlichem Ermessen nicht wiederholen.“ Scholz warnte die Schüler aber auch, „Lotterie zu spielen“ und darüber zu spekulieren, dass die Aufgaben nach den schlechten Ergebnissen im Vorjahr leichter werden könnten.

Mehr Zeit

Die Schüler hatten in diesem Jahr außerdem für die beiden abgefragten Teile insgesamt 270 Minuten Zeit. Im vergangenen Jahr mussten die Schüler den ersten Teil, der aus 24 kurzen Aufgaben besteht, bei denen Grundkompetenzen zielgenau abgefragt werden, schon nach zwei Schulstunden abgeben. Die Änderungen scheinen erfolgreich gewesen zu sein.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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