Nach EU-Wahl: EU-Abgeordneter singt „Ausländer raus“, verliert Mandat

Politik

Der schwedische Abgeordnete David Lång hat auf einer EU-Wahlparty „Ausländer raus“ gesungen. Er legte sein Mandat zurück.

Ein schwedischer Abgeordneter der rechtspopulistischen Schwedendemokraten hat sein Mandat niedergelegt, nachdem er bei einer EU-Wahlparty „Ausländer raus“ gesungen hatte. 

Das teilte die Partei nach Angaben der Nachrichtenagentur TT am Montag mit. Der schwedische Parlamentarier David Lång hatte bei der Veranstaltung Sonntagabend zu dem Party-Hit „L“amour toujours“ den migrationsfeindlichen Text gesungen. Das ist auf einer Tonaufnahme der Zeitung Expressen zu hören.

In jüngster Zeit gab es immer wieder Vorfälle, bei denen rassistische Parolen zu dem Eurodance-Lied von Gigi D’Agostino gesungen wurden. In Deutschland sorgte unter anderem ein Video für Aufsehen, das junge Menschen in einem Lokal auf Sylt zeigt, die zu diesem Lied „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ grölen.

Ausländerfeindliche Parolen im Zillertal

Auch in Österreich wurden bei einer Party der Landjugend Uderns im Tiroler Zillertal am Freitag offenbar zu dem D’Agostino-Lied ausländerfeindliche Parolen gesungen. Laut einem Bericht der Tiroler Tageszeitung skandierte der halbe Saal „Deutschland den Deutschen“ und „Ausländer raus“. Tirols Landesobmann Christoph Pirnbacher bedauerte den Vorfall und der Vorstand empfahl seinen Ortsgruppen, das Lied nicht mehr zu spielen.

Auf der Tonaufnahme von der Wahlparty der Schwedendemokraten nach der EU-Wahl ist im Hintergrund „L“amour toujours“ zu hören, während der „Expressen“-Reporter einen Abgeordneten der Partei interviewt. 

Das Interview wird dadurch abgebrochen, dass David Lång „Ausländer raus, Ausländer raus“ singt. Danach ist zu hören, wie Lång sagt „Oh shit“ und fragt, ob der Reporter das aufgenommen habe.

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Die Fraktionsvorsitzende der Schwedendemokraten, Linda Lindberg, sagte laut einer Mitteilung der Partei, sie habe Lång gebeten, sein Mandat niederzulegen. Dieser sagte demnach, er habe das Lied in den sozialen Medien aufgeschnappt. „Jetzt verstehe ich, dass der Text in einem Kontext gesungen wurde, über den ich bisher keine detaillierten Kenntnisse hatte“, sagte Lang laut der Mitteilung. Es tue ihm leid, falls er jemanden beleidigt habe.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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