OeNB-Förderungen: Momentum-Institut ging leer aus

Politik

Grund sei fehlende Grundlagenforschung – Momentum-Institut überrascht.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat nach einer Ausschreibung Fördermittel für die kommenden drei Jahre vergeben. Neben Wifo, IHS und WIIW hat auch der Complexity Science Hub Vienna (CSH) nun eine Förderung bekommen. Das Momentum-Institut ging dagegen leer aus und zeigte sich über die Begründung der OeNB überrascht.

Per Twitter ließ der Mitgründer und wissenschaftliche Leiter, Leonhard Dobusch, wissen, dass die OeNB dem Institut keinen Förderstatus zusprechen wollte, weil das Institut zu wenig Grundlagenforschung betreibe. „Der Fokus des Instituts auf Policy-Analysen und Advice geht derzeit mit einem Defizit im Bereich der Grundlagenforschung einher“, heißt es in der OeNB-Begründung, die vom Momentum-Institut selbst veröffentlicht wurde.

Die Begründung sei für Momentum überraschend gewesen. „Grundlagenforschung ist kein Kriterium im umfassenden Kriterienkatalog. Das Wort kommt in den Förderkriterien Null mal vor“, schrieb Dobusch. Dagegen sei Anwendungsorientierung ein Fokus gewesen. Genau in diesem Feld habe die OeNB dem Momentum-Institut einen starken Fokus zugeschrieben. Laut Dobusch ist man überzeugt, die Förderkriterien der OeNB zu erfüllen.

Die OeNB führt aber nicht nur mangelnde Grundlagenforschung als Grund für die abgelehnte Förderung an. Als weitere Punkte benennt die Nationalbank fehlende wissenschaftliche Publikationserfahrung und eine unzureichende Beschreibung der internen Organisation und der Finanzierungsstruktur im Antrag. „Derzeit kann die wissenschaftliche Unabhängigkeit des Instituts nicht zur Genüge beurteilt werden“, so die OeNB.

Von der OeNB habe es nach einer Erstprüfung keine weiteren Ergänzungs- oder Klärungswünsche gegeben, verteidigt sich Momentum. Auch die Dominanz weniger großer Fördergeber könne „nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, wenn man sich vergegenwärtigt, dass beispielsweise WIFO (40%) und IHS (34%) maßgeblich vom Finanzministerium finanziert werden“, so Momentum.

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Das Momentum-Institut wird zu einem Großteil von der Arbeiterkammer (AK) und von Geldgebern aus dem Gewerkschafts-Umfeld finanziert. 2021 beliefen sich die Einnahmen laut dem Jahresbericht auf 1,6 Mio. Euro. Die Unterstützung der AK belief sich auf 900.000 Euro, eine weitere Anschubfinanzierung in Höhe von 400.000 Euro kam von der „Österreichischen Gewerkschaftlichen Solidarität Privatstiftung“.

Neben dem Institut erhielten laut einem Bericht der Tageszeitung Die Presse auch die WPZ Research GmbH und das das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung keine Förderung der OeNB. EcoAustria habe einen „Anwärterstatus“ bekommen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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