Rendi-Wagner rügt ihre SPÖ: „Selbstzerfleischung, Gerüchte und Intrigen“

Politik

Die SPÖ-Chefin stellt den einfachen Parteimitgliedern die Vertrauensfrage: „Ich brauche das“, sagt sie in der ZiB2. Am roten Führungspersonal übt sie Kritik.

Die Entscheidung kam für fast alle roten Parteigranden am Freitag überraschend: Die angeschlagene SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner stellt allen 160.000 Parteimitgliedern per Brief die Vertrauensfrage: „Ich bitte dich, mir zu sagen, ob ich Bundesparteivorsitzende der SPÖ bleiben soll“, wird sie die rote Basis schon bald per Brief auffordern.

In den Parteigremien, die am Freitag tagten, gab es dann auch Kritik an Rendi-Wagners Flucht nach vorne: „Wir wollen nicht, dass du diese Frage stellst. Wir vertrauen dir“, hätten die SPÖ-Vorstandsmitglieder zu ihr gesagt, berichtet Rendi-Wagner am Abend im „ZiB2“-Interview im ORF.

Die Chefin setzte sich aber durch: Die Mitgliederbefragung sei „etwas, das ich brauche“, so Rendi-Wagner. Die Befragung sei dabei dennoch „kein Selbstzweck“. „Es geht nicht um mich und mein Amt, sondern um die Partei.“

„Keine Furcht“

Und in der Partei gebe es einigen Verbesserungsbedarf, wie Rendi-Wagner klar stellt: Die SPÖ sei in den vergangenen 14 Monaten – und nach einigen verlorenen Wahlen – zu sehr mit sich selbst beschäftigt: „Selbstzerfleischung, Gerüchte und Intrigen standen im Mittelpunkt unserer Bewegung“, so die Parteichefin. Damit müsse endlich Schluss sein.

Als „moderne Fortschrittsbewegung“ dürfe die SPÖ „keine Furcht vor den Mitgliedern haben“, sagt Rendi-Wagner in der „ZiB2“. Sie habe als Ärztin – ein Vergleich, den Rendi-Wagner in Reden immer wieder gerne bringt – ja auch keine Furcht vor ihren Patienten. Die SPÖ-Mitglieder „sollen den Weg inhaltlich und personell mitentscheiden.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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