Rot-Kreuz-Chef fordert für jeden zehn Gratis-„Wohnzimmer-Tests“ pro Monat

Politik

Ziel sei, die Wocheninzidenz von derzeit 150 auf 25 zu drücken. Dass Lockerungen derzeit der falsche Weg wären, bestreitet Gerry Foitik, Mitglied der Taskforce, nicht.

Mit einem dramatischen Appell meldete sich Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, am Mittwoch auf Twitter zu Wort. „Wenn wir nicht jetzt Maßnahmen ergreifen, haben wir im März die Katastrophe.“

Anlass zur Sorge gibt ihm die britische Mutation des Coronavirus. Die Tatsache, dass die Variante ansteckender ist – „viel ansteckender“, sagt Foitik in der ZiB2 vom Donnerstag -, könnte dazu führen, dass sich die Zahl der Neuinfektionen jede Woche verdoppelt.

Das Ziel müsse sein, die Sieben-Tages-Inzidenz auf 25 (pro 100.000 Einwohner) zu senken. Ein ambitioniertes Ziel – derzeit liegen wir bei rund 150. Und das, obwohl in Österreich seit November (mit Unterbrechungen und Light-Variante) ein Lockdown gilt.

Verlängerung, um Ziel zu erreichen

Reichen die aktuellen Maßnahmen nicht aus? Und darf man angesichts der Infektionszahlen derzeit überhaupt über eine Lockerung nachdenken?

Der Rot-Kreuz-Kommandant antwortet auf diese Frage nicht direkt – er verweist immer wieder auf das Ziel.

Er habe Verständnis dafür, dass die Menschen nach fast einem Jahr von der Pandemie „müde“ seien und „sich ihr altes Leben zurückwünschen“, sagt er. Aber: „Wir müssen jetzt noch einmal Schulter an Schulter daran arbeiten, unser Ziel zu erreichen.“

Es sei klar, dass die Politik Interessen abwägen müsse – und wir eben nicht nur eine Gesundheits- sondern auch eine Wirtschaftskrise haben. Auch hier ein Aber: „Wir werden noch viel mehr leiden, wenn wir diese Maßnahmen nicht setzen.“

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Also muss der Lockdown verlängert werden, stellt Moderatorin Lou Lorenz-Dittelbacher fest, um die Reaktion des Bundesrettungskommandanten, der auch in der Taskforce der Regierung sitzt, zu testen.

Foitik widerspricht nicht.

Gutscheine für Schnelltests

Die Koalition hat am Donnerstag im Nationalrat gemeinsam mit der SPÖ ein neues Gesetz zum „Reintesten“ beschlossen. Darin enthalten sind auch sogenannte „Wohnzimmer-Tests“. Diese neue Art der Antigen-Schnelltests heißen so, weil sie jeder einfach zu Hause machen kann.

Foitik schlug in seinem Tweet gestern vor, dass sich jeder Mensch in Österreich alle drei Tage testen sollte, um sich im Infektionswahl rasch zu isolieren. Das wären dann zehn Tests pro Monat.

Der Rot-Kreuz-Mann kann sich vorstellen, dass man diese Tests in den Apotheken oder Supermärkten zur Abholung bereitstellt und jeder Haushalt dafür Gutscheine zugeschickt bekommt. „So wie die Bäckereien die Menschen jeden Tag mit Gebäck versorgen, sollte auch das funktionieren“, erklärt er.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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