Talkshows und Politik: Mehr Inszenierung statt Wirklichkeit?

Politik

Die Leitung des WDR hat alles richtig gemacht. Da sind sich der Intendant und sein Programmdirektor einig mit dem AfD-Vertreter im Rundfunkrat. Dessen Resümee zur Sitzung des Gremiums am vorigen Freitag zitiert der Pressedienst epd: In der Sendung „Hart aber fair“ vom 1. Juli hat „Herr Junge unsere Partei gut vertreten, und Herr Plasberg ist einfach nur fair gewesen.“ So fair, dass sich der Moderator beinahe noch beim rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden für möglicherweise unangenehme Fragen entschuldigt hätte, es aber bei der Bemerkung beließ, der AfD-Funktionär habe die Talkshow hoffentlich nicht als Tribunal empfunden.

So viel Rücksicht wurde selten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Umgang mit Propagandisten vom rechten Rand geübt. Müssen wir uns darauf einstellen, dass §11 des Staatsvertrags für Rundfunk und Telemedien jetzt stets unter der Maßgabe zu interpretieren ist, dass auch die AfD mit all ihrer Demokratieverachtung, ihrem latenten Rassismus, ihren Hasstiraden als Teil der „freien und öffentlichen Meinungsbildung“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Gleiche unter Gleichen erscheinen sollte?

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Source:: Berliner Zeitung – Politik

      

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