Tirol-Wahl: Die junge Garde im Rücken von Anton Mattle

Politik

Es gibt keine klare Alternative zum VP-Parteichef. Aber eine Reihe von Männern, die sich zu Höherem berufen sehen

Anton Mattle will bleiben. Selbst wenn die ÖVP am Sonntag unter 30 Prozent fallen sollte. Das sagt er zumindest. Auch wenn dem erst im Juli mit 98,9 Prozent zum Parteichef gekürten Oberländer selbst in Hintergrundgesprächen noch niemand in den Rücken fallen will: Einen Verbleib an der Spitze bei so einem Ergebnis hält eine Reihe von Spitzenfunktionären für ausgeschlossen.

Was jedoch allen klar ist: Eine offene Palastrevolte könnte die Partei ins Chaos stürzen. Im Hintergrund laufen bereits erste Gespräche, um das zu verhindern. Mattles größter Trumpf: Eine offensichtliche Alternative zu ihm tut sich nicht auf. Und wenn er 34, 35 oder gar mehr Prozent schaffen sollte, dann wird es die auch nicht brauchen – das sagen selbst jene, die für seine Nachfolge ins Spiel kommen könnten.

Schwarze Männer-Riege

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser (47) ist eine dieser potenziellen Alternativen. Er wurde innerhalb eines Jahres zwei Mal von VP-Landeshauptmann Günther Platter ausgebootet:

Einmal 2021, als Walser im Zuge einer Regierungsrochade den Kürzeren zog und Mattle über Nacht von Platter als neuer Wirtschaftslandesrat durchgesetzt wurde. Wieder über Nacht installierte Platter dann im heurigen Sommer Mattle als Nachfolger. Walser schaute erneut durch die Finger.

Besonders forsch nach vorne drängen zwei weitere, noch jüngere VP-Männer. Der Hotelier und Landtagsabgeordnete Mario Gerber – 41 Jahre alt und wie Walser Wirtschaftsbündler – spitzt auf das Amt des Tourismus-Landesrats.

Dem voraussichtlich künftigen AAB-Chef Dominik Mainusch werden ebenfalls Ambitionen auf ein Regierungsamt nachgesagt. Mit seinen 31 Jahren käme für den Zillertaler Bürgermeister die allererste Reihe aber wohl ebenso zu früh, wie für Gerber. Und ohne Bauernbund geht in der Tiroler Volkspartei ohnehin gar nichts.

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Dessen Chef ist LH-Vize Josef Geisler – ein Platter-Vertrauter. Aber der bekam zuletzt massiven Polit-Druck von Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger (47), der selbst indes jegliche Ambitionen, ganz nach oben rücken zu wollen, bestreitet.

Argwöhnisch belauert werden intern die Aktivitäten von Neo-Staatssekretär Florian Tursky (34), bis zu seinem Aufstieg Büroleiter von Platter. Der sei bei auffallend vielen Veranstaltungen in Tirol anzutreffen, heißt es.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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