Tory-Kandidatin Truss will Gehälter an Lebenshaltungskosten anpassen

Politik

Öffentlich Bedienstete in ärmeren britischen Regionen sollten weniger verdienen als jene in wohlhabenden, fordert die mögliche Nachfolgerin von Premier Johnson.

Im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson sorgt die britische Außenministerin Liz Truss für Aufregung. Die Kandidatin für das Amt des britischen Regierungschefs und den Vorsitz der konservativen Torys will im Fall ihres Sieges im öffentlichen Dienst rund elf Milliarden Pfund (13,1 Mrd Euro) einsparen.

Der Großteil, nach Truss‘ Angaben 8,8 Milliarden Pfund, soll dadurch frei werden, dass die Gehälter von Beschäftigten an ihre jeweiligen Wohnorte angepasst werden. Pflegekräfte oder Lehrer würden dadurch außerhalb der wohlhabenderen Gebiete London und Südengland weniger verdienen.

Das Vorhaben solle die regionalen Lebensverhältnisse widerspiegeln und zunächst nur neu eingestellte Arbeitnehmer treffen, erklärte Truss, die auch weitere Reformen im öffentlichen Dienst in Aussicht stellt. So will die 47-Jährige die Zahl der Urlaubstage von 27 auf 25 senken und Freistellungen für Gewerkschaftsarbeit sowie Stellen für Diskriminierungsbeauftragte streichen. 

Gewerkschaften kündigten harten Widerstand gegen die angekündigten Maßnahmen an, die Labour-Opposition nannte Truss‘ Gehalts-Pläne ein „Fantasierezept“, das das Niveau im Gesundheits- und Bildungssektor weiter senken werde.

Ergebnis am 5. September

Truss‘ Aussagen zielen vor allem auf die Mitglieder der Tory-Partei ab, die derzeit über die nächste Premierministerin oder den nächsten Premierminister entscheiden. Außer Truss steht noch der frühere Finanzminister Rishi Sunak zur Wahl. Das Ergebnis soll am 5. September bekannt gegeben werden.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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