Über menschliche Wahrnehmung : Gefühlte Fakten und der subjektive Faktor

Politik

In einer seiner besten Detektivgeschichten beschreibt der amerikanische Spätromantiker Edgar Allan Poe die Aufdeckung eines mysteriösen Pariser Doppelmords, dem eine Wahrsagerin und ihre Tochter zum Opfer gefallen sind. Zahlreiche Zeugen berichten von einem Streit, der in der Wohnung der Frauen stattgefunden habe.

Einig sind sie sich, dass dabei neben Französisch auch noch eine ihnen unverständliche Sprache erklang. Am Ende ist klar, dass das Verbrechen von einem Orang-Utan verübt wurde, der seinem Eigentümer entlaufen war. Die vermeintliche Fremdsprache enthüllt sich als das Schimpfen eines Affen.

Die Zeugen haben sich getäuscht. Poes Erzählung „Der Mord in der Rue Morgue“ liefert ein Lehrstück über die Unzuverlässigkeit der menschlichen Wahrnehmung. Nach kognitionspsychologischen Studien geben in der Regel nur 20 Prozent der Augenzeugen den Ablauf eines Unfalls oder eines Verbrechens halbwegs richtig wieder. Der Rest täuscht sich bei der Erinnerung an Ereignisse und Personen unwissentlich.

Reine Wahrnehmung täuscht ebenso wie unsere Intuition

Gerade die Plötzlichkeit eines Geschehens sorgt für Wahrnehmungslücken, die im späteren…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

      

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