Was ab heute gilt: Die große Fibel zum vierten Lockdown

Politik

Bis 12. Dezember gilt Altbekanntes aus früheren Lockdowns – einige Details sind aber neu: Skifahren und Urlaubsflüge ins Ausland sind erlaubt. Auch Adventkränze und Christbäume kann man kaufen.

Der Christkindlmarkt: gestrichen. Eine Shoppingtour auf den weihnachtlich beleuchteten Einkaufsstraßen: Fehlanzeige. Nikolaus feiern: verboten. Und über das Adventsfrühstück im Kreis der erweiterten Familie reden wir erst gar nicht.

Die Weihnachtszeit steht im Zeichen des vierten österreichweiten Lockdown, der heute startet und voraussichtlich bis zum 12. Dezember dauern soll (in OÖ bis 17. Dezember).

Die entsprechende Verordnung wurde am Sonntagabend im Hauptausschuss des Parlaments beschlossen. Es gilt die altbekannte Ausgangsbeschränkung: Das Haus verlassen darf man nur für Arbeit, Erholung und zur Deckung der Grundbedürfnisse – dazu zählt auch der Impftermin.

Homeoffice wird empfohlen, am Arbeitsplatz braucht man ansonsten einen 3-G-Nachweis. In allen Einrichtungen (bis auf Unterstufen-Schulen) und Verkehrsmitteln, die zugänglich sind, herrscht FFP2-Maskenpflicht und eine Zwei-Meter-Abstandsregel. 

Die Gastro ist zu, Essen und Getränke dürfen aber abgeholt werden. Via „Click & Collect“ dürfen auch vorbestellte Waren aus den Geschäften abgeholt werden.

Im Handel wird die sogenannte Sortimentsabgrenzung wieder ein Streitpunkt werden. Demnach dürfen Unternehmen nur Waren anbieten, die dem typischen Sortiment der Betriebsstätte entsprechen. Dass diese Regelung nicht genügt, hat die Praxis – etwa bei Supermärkten, die auch Spielzeug verkaufen – in der Vergangenheit gezeigt. Seitens der Wirtschaftskammer plädiert man für eine klare Abgrenzung. 

Manche Details standen am Sonntag nicht fest. Was aus derzeitiger Sicht in den nächsten 20 Tagen erlaubt ist und was nicht – hier die wichtigsten Punkte:

Handel und Gewerbe

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1. Supermärkte sind zu üblichen Öffnungszeiten zugänglich – auch die Feinkost-Theken, was in früheren Lockdowns teils nicht der Fall war. Es dürfen jedoch nur Waren verkauft werden, die unter die Deckung der täglichen Grundbedürfnisse fallen. Kleidung oder Elektronikartikel fallen gemäß Sortimentsbeschränkung weg.

2. Bäcker und Fleischer sind geöffnet, es gilt dasselbe wie für Supermärkte.

3. Märkte sind geöffnet – zumindest die Dauer- und Wochenmärkte. Gelegenheitsmärkte gelten als Zusammenkünfte und sind verboten.

4. Christkindlmärkte gelten als Gelegenheitsmärkte und müssen bis zum Lockdown-Ende pausieren.

5. Drogerien sind geöffnet. Produkte oder Geschenke ohne Drogerie-Bezug sowie Deko-Artikel sind aber ausgeschlossen, so der Hinweis aus dem Gesundheitsministerium. In früheren Lockdowns gab es Kritik, weil bei einer Drogeriekette auch Deko- und Spielwaren verkauft wurden.

6. Tierbedarf-Geschäfte sind geöffnet, allerdings ist hier die Sortimentsbeschränkung für Tierfreunde wohl besonders bitter: Kratzbäume, Hundekörbe oder Transportboxen dürfen nicht angeboten werden, nur Futter.

7. Baumärkte haben prinzipiell geschlossen. Agrarprodukte wie Saatgut, Futter und Düngemittel dürfen aber verkauft werden.

8. Gärtnereien gelten als landwirtschaftlicher Betrieb und dürfen öffnen. Wichtig: Dort gibt es unter anderem Adventkränze. Christbäume dürfen an eigenen Ständen verkauft werden. Floristen haben zu.

9. Waffen dürfen nicht verkauft werden, es sei denn für berufliche Zwecke.

10. Möbelhäuser sind geschlossen. Die großen Ketten bieten Online-Shops mit Zustellung an. Ob auch Montage erlaubt ist, ist unklar.

11. Modegeschäfte sind zu. Hier wird sich das Geschäft wohl ins Internet verlagern.

12. Buchhändler sind geschlossen. Manche Buchhändler bieten Lieferservice bzw. Click & Collect an.

13. Spielwarengeschäfte haben geschlossen. Auch hier gibt es vereinzelt Online-Shops.

14. Handyshops sind geöffnet, weil Kommunikation zur Infrastruktur gehört.

15. Trafiken sind geöffnet – wie gewohnt können Zeitungen, Parktickets oder Zigaretten gekauft werden.

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16. Apotheken sind geöffnet. Aktuell gibt es keine Vorschrift, wie viele Personen sich pro Quadratmeter aufhalten dürfen. …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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