Wie Corona Österreich verändert hat

Politik

Langzeitstudie: Was Senioren lernten. Was Junge wurmt. Welche guten Vorsätze es gibt.

Die Pandemie hat – wohl auch vor dem Hintergrund des Klimawandels – Einstellungen der Bevölkerung verändert. Das Integral-Institut hat in mehreren Wellen mit jeweils 1.000 Befragten die Pandemie forschend begleitet. Begonnen wurde im März 2020, die Auswertung der vorerst letzten Befragung im September 2021 wurde soeben abgeschlossen. Die Forscher Martin Mayr und Bertram Barth präsentierten die markanten Ergebnisse am Donnerstag der Öffentlichkeit.

Was Senioren lernten: 42 Prozent der über 65-Jährigen nutzen jetzt regelmäßig digitale Kommunikationstools. Am Beginn der Pandemie hat nur jeder vierte Senior Skype & Co. genutzt. „Während der Pandemie war das oft die einzige Möglichkeit, Kontakt zu den Verwandten zu halten“, sagt Barth.

Regierung hat abgebaut: Am Beginn der Pandemie waren 80 Prozent der Bevölkerung mit den Maßnahmen der Regierung einverstanden, ein Allzeithoch. Jetzt sind es nur mehr 28 Prozent.

Junge fühlen Nachteile: Jeder Zweite unter den 16- bis 22-Jährigen fühlt sich in seinen beruflichen Chancen beeinträchtigt. „Die Jungen haben das Gefühl, das Virus sei für sie nicht gefährlich, aber die Auswirkungen der Pandemie würden sie härter treffen als die Älteren.“

Ambivalenz zum Staat: Drei Viertel der Befragten sind überzeugt, dass in der Krise ein starker Staat von Vorteil ist. Gleichzeitig geben 50 Prozent der Befragten an, dass ihr Vertrauen in den Staat gesunken sei. Der Grund: Man sei nicht sicher, ob tatsächlich alle Zwangsmaßnahmen zurückgenommen werden.

Digitale Welt ängstigt: Junge Ausgerechnet die digital natives fürchten die digitale Welt. Nicht, weil die Jungen mit den Gerätschaften nicht zurechtkämen, sondern weil sie die soziale Isolation fürchten, die sie in der Pandemie etwa durch geschlossene Unis und Schulen zu spüren bekommen haben. Satte 63 Prozent der 16- bis 22-Jährigen äußern sich „besorgt, dass in Zukunft Dinge nur noch per Internet erledigt werden können“.

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Trend zu Nachhaltigkeit: Gestiegen ist während der Pandemie der Trend zu Nachhaltigkeit. Drei Viertel der Bevölkerung sind inzwischen überzeugt, dass der Klimawandel von Menschen verursacht ist. Neun von zehn Personen sagen, jeder Einzelne müsse zum Klimaschutz beitragen. Ein Beispiel: Die Absicht, mit dem Flugzeug zu verreisen, ist um 33 Prozent zurückgegangen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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