Zweite Phase von Atomwaffenübung durch Russland und Belarus gestartet

Politik

Russland und Belarus haben die zweite Phase ihrer taktischen Atomwaffenübung begonnen.

Die Übung in Russland solle sicherstellen, dass die Streitkräfte und die Ausrüstung bereit dafür seien, Souveränität und territoriale Integrität beider Länder zu schützen, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. „Bei den Übungen werden Einheiten der russischen und weißrussischen Streitkräfte gemeinsam für den Kampfeinsatz von taktischen Nuklearwaffen trainiert.“

Nuklearübung sei Routine

Die Teilnahme von Belarus an einer gemeinsamen Nuklearübung mit Russland sei Routine und ziele nicht darauf ab, Spannungen in der Region zu erzeugen, ergänzte der belarussische Verteidigungsminister Viktor Khrenin in Minsk.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Atomwaffenübung im vergangenen Monat angeordnet und damit nach eigenen Angaben auf Drohungen aus Frankreich, Großbritannien und den USA im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg reagiert. Westliche Verbündete hatten der Ukraine zuletzt auch erlaubt, von ihnen gelieferte Waffen gegen militärische Ziele in Russland einzusetzen.

Russland besitzt der Federation of American Scientists (FAS) zufolge mit 5.580 nuklearen Sprengköpfen das größte Atomwaffenarsenal der Welt. Die Anti-Atomwaffenkampagne ICAN geht sogar von 6.255 Sprengköpfen aus. Damit könnte Russland die gesamte Welt mehrmals zerstören. Nach der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 einigte Russland sich mit anderen Nachfolgestaaten darauf, das sowjetische Atomwaffenarsenal allein zu übernehmen. Die Ukraine, Belarus und Kasachstan gaben die bei ihnen stationierten Waffen bis 1996 ab.

Als verwendungsfähig lagert Russland nach FAS-Angaben rund 4.380 Sprengköpfe für strategische Einsätze auf längeren Strecken beziehungsweise taktische Einsätze auf kürzere Entfernungen. Im Gegensatz zu strategischen sind taktische Atomwaffen aufgrund ihrer im Vergleich geringeren Zerstörungskraft und Reichweite für das Gefecht konzipiert.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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