1. Abfahrt in Cortina: Sofia Goggia feiert, Tamara Tippler Sechste

Sport

Die italienische Olympiasiegerin überzeugt bei ihrem Heimrennen. Zwei Österreicherinnen in den Top Ten.

Wenn diese Frau im Ziel nickt und ihr zufriedenes Lächeln aufsetzt, dann ist klar: Sofia Goggia, Genie auf Ski und Bruchpilotin zugleich, hat der Konkurrenz wieder gezeigt, wer die Chefin in der Abfahrt ist. Die 30-Jährige aus Bergamo feierte am Freitag in Cortina d’Ampezzo ihren dritten Heimsieg, es war ihr 16. Abfahrtserfolg im Weltcup, womit sie nun in der ewigen Bestenliste auf den vierten Rang zur Deutschen Katja Seizinger vorgestoßen ist.

Nachdem die Piste Olimpia delle Tofane seit Tagen tiefgefroren war (am Freitagvormittag wurden am Start minus 16 Grad gemessen), war jede Menge Feingefühl gefragt, der unterkühlte Schnee forderte Präzision bei Winkeln und Timing. Sofia Goggia hatte freilich mit einem kleinen Lapsus im Tofanaschuss noch drei Zehntelsekunden verschenkt.

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Es geht bergauf: Ilka Stuhec ist wieder in WM-Form

Slowenische Rückkehr

So konnte Ilka Stuhec abermals zeigen, dass sie rechtzeitig zur WM wieder in Hochform kommt. Die slowenische Abfahrtsweltmeisterin der Jahre 2017 und 2019, die zuletzt vor allem mit Verletzungen zu raufen und im Sommer auch einen Materialwechsel gewagt hatte, war dank eines furiosen Schlussteils nur 13 Hundertstelsekunden langsamer als Goggia.

Als Dritte wusste auch die Deutsche Kira Weidle wieder an ihre Form der vergangenen Jahre anzuknüpfen (+0,36), US-Überfliegerin Mikaela Shiffrin landete nach bester Zeit im oberen Streckenteil mit einer halben Sekunde Rückstand auf Platz vier, das brachte der überlegenen Führenden im Gesamtweltcup weitere 50 Punkte Vorsprung – ihre Konkurrentinnen Petra Vlhova (SVK) und Wendy Holdener gönnen sich eine Pause.

  Mit Schmerzen, ohne Zigarren

APA/AFP/TIZIANA FABI

Das war nichts: Mirjam Puchner überzeugte nicht

Enttäuschungen in Rot-Weiß-Rot

Mirjam Puchner, in dieser Saison bislang Österreichs Beste im Gesamtweltcup, verlor Geduld und Linie und handelte sich 2,07 Sekunden Rückstand ein, der Salzburgerin blieb nur noch das Kopfschütteln. „Einmal war ich zu früh dran, ich hab’ voll die Linie verloren und dann war der Spaß vorbei“, sagte die Pongauerin. „Das war blöd von mir.“

Und auch viele ihrer ÖSV-Teamkolleginnen fanden sich – wie bereits im Donnerstag-Training angedeutet – im Abfahrtsklassiker nicht wirklich zurecht. So kam die Vorarlbergerin Nina Ortlieb nur auf Platz 14 (+1,04). Cornelia Hütter belegte unmittelbar hinter ihrer steirischen Landsfrau Ramona Siebenhofer (+1,05) den 17. Rang (+1,06): „Ich hab’ gleich gemerkt, dass es viel besser ist als im Training, habe dann aber die Wellen unterschätzt und bin weiter gesprungen als erwartet und hatte Probleme mit der Linie“, sagte die Steirerin. Die Tirolerin Christina Ager handelte sich 1,34 Sekunden Rückstand ein (Platz 21), die Kärntnerin Nadine Fest 1,54 (Platz 24).

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Guter Plan: Tamara Tippler war beste Österreicherin am Freitag

Späte Überraschungen

Und doch schafften es noch zwei Frauen aus dem Team von Chefcoach Thomas Trinker in die Top Ten: Tamara Tippler raste mit Startnummer 28 und dem Schwung von St. Anton auf den sechsten Rang (+0,63) es war die beste Platzierung der 31-Jährigen aus Mautern seit St. Anton 2021, als sie Zweite war. Und die Tirolerin Stephanie Venier belegte den zehnten Platz (+0,85).

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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