2:4 bei der U-19-EM: Kalte Dusche für Östereichs heiße Aktien

Sport

Österreichs Top-Talente spielten gegen Israel naiv und fehlerhaft. Nach der 2:4-Schlappe ist – zumindest – der Traum vom EM-Semifinale geplatzt.

Die Ansprüche sind nach der so starken EM-Qualifikation gestiegen, die Träume waren ohnehin immer schon groß. Da tut der Aufprall in der Realität für die zweifellos besonders talentierte U-19-Auswahl auch besonders weh.

Nach der 2:4-Pleite gegen Israel schafft es Österreich nicht mehr ins EM-Semifinale, die Chance auf Gruppenplatz drei und dann noch das Ticket für die U-20-WM 2023 hängt vor dem Spiel gegen Serbien an den Engländern.

Israel, in der Qualifikation noch defensiv kompakt und mit gefährlichem Konterfußball, hatte das Team von Martin Scherb überrascht. Nicht nur mit gleich fünf Neuen nach dem 2:2 gegen Serbien, sondern auch mit offensivem Kombinationsfußball.

Fehlstart

Bei der ersten Chance konnte der als Linksverteidiger aufgebotene Justin Omoregie gerade noch retten, doch Israel blieb gleich am Drücker. Der starke Lugassy flankte, Abed Kassus setzte einen noch stärkeren Kopfball drauf und Gegenspieler Omoregie konnte innerhalb weniger Sekunden nicht nochmals retten – 0:1 (5.).

Vor den Augen von ÖFB-Präsident Milletich taten sich die Talente mit drei frischen Kräften im 4-2-3-1-System schwer, ihre Qualitäten auszuspielen. Aber es gibt einen Plan B – die Standards. Bei einem Outeinwurf kamen alle Großen nach vorne, den Abpraller zirkelte Adis Jasic aus dem Rückraum ins Eck (24.).

ÖFB

Mit einem starken Demir-Solo schien die Partie in die richtige Richtung abzubiegen, aber Sekunden später vertändelte Leo Querfeld das Spielgerät. Perfekt kombinierte Israel von der Mittelauflage vors Tor, wo Lugassy zur neuerlichen Führung traf (29.).

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Querfelds schwarzer Tag

Die 1.026 Zuschauer in der Kleinstadt Ziar nad Hronom bekamen bei hohen Temperaturen Chancen auf beiden Seiten zu sehen – und nach der Pause mit Hoffenheim-Legionär Knollmüller auch einen echten Stürmer im ÖFB-Dress. Unübersehbar war aber auch, dass der bei Rapid noch so stabile Querfeld im schwarzen Dress einen schwarzen Tag hatte: Sein unnötiges Foul führte zum 1:3 durch den Elfmeter von Madmon ins Eck (52.).

ÖFB/Patrick Vranovsky

In der Qualifikation hatten die Österreicher noch Comeback-Qualitäten, Mittwochabend warfen sie hingegen die Nerven komplett weg.

Abwehrchef Lukas Wallner verlor an der Mittellinie den Ball. Was danach kam, hatte der Liefering-Kapitän wohl kaum erwartet: Mit großer Qualität ging es ruckzuck nach vorne, und Gloukh traf mit einem Heber ins Glück – 1:4 nach nur 54 Minuten.

Demir trifft

Mit vier weiteren Wechseln wollte Scherb neuen Mut bringen. Yusuf Demir zeigte alte Qualitäten. Nach einem Foul am Rapidler landete sein Freistoß zum 2:4 genau im Kreuzeck (76.).

Plötzlich wackelte das bessere Team, Joker Knollmüller hätte es allein vorm Tormann tatsächlich noch spannend machen können – vorbei (80.).

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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