Alinghi-Steuermann Psarofaghis: „…und dann wird alles so ruhig“

Sport

Steuermann Arnaud Psarofaghis erklärt, wie es sich anfühlt in einem 100 Stundenkilometer schnellen Boot zu sitzen

Arnaud Psarofaghis ist einer der Steuermänner von Alinghi Red Bull Racing vor Barcelona. Der 35-jährige Schweizer wuchs am Genfer See in einer segelbegeisterten Familie auf und ist seit 2016 mit den Booten der Alinghi-Organisation unterwegs. Im Headquarter im Hafen von Barcelona nahm er sich vor einer Testfahrt mit dem AC75-Boliden Zeit für den KURIER.

KURIER: Wie fühlte es sich an, als Sie das erste Mal das Boat One, jenes Boot, das den America’s Cup gewinnen soll, gesteuert haben?

Arnaud Psarofaghis: Es fühlte sich so leicht an. Wenn das Boot auf die Foils kommt, gleitet es über das Wasser und dann wird alles so ruhig.

Aber es muss doch enorm gefährlich sein, wenn man mit knapp 100 Stundenkilometern über das Wasser fliegt …

Die Sicherheit ist viel höher als früher bei den Katamaranen, weil wir wie in der Formel 1 in einem Cockpit und in einem Ein-Rumpf-Boot sitzen. Selbst wenn etwas passiert, dann kann man nicht weit herausfallen.

Im Boot wird viel per Knopfdruck gesteuert. Wie bekommen Sie dennoch Feedback?

Es ist wie in einem ein Rennauto. Du spürst jede Reaktion des Bootes sofort.

Samo Vidic / Alinghi Red Bull Racing

Welche war die größte Herausforderung in den ersten Segeltagen?

Wir mussten die Kommunikation erlernen, damit alle bei einem Manöver wissen, was zu tun ist. Und natürlich auch die Übergabe des Steuers. Auf jeder Seite des Bootes sitzt ein Steuermann, der nach einem Manöver übernimmt.

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Welche technischen Hilfsmittel haben Sie in Ihrem Cockpit?

Wir haben einen Bildschirm mit dem Kurs, den Boundarys (Grenzen, Anm.). Außerdem gibt es auch Anzeigen für die von den Radfahrern erzeugte Energie.

Olaf Pignataro / Alinghi Red Bull Racing

Im Segeln ist immer noch der Wind das Wichtigste. Wir können Sie diesen tief im Cockpit sitzend sehen?

Das geht tatsächlich sehr gut. Wenn wir auf den Foils sind, dann sind wir 1,20 Meter aus dem Wasser. Dazu kommt noch die Höhe des Bootes. Wir haben eine gute Aussicht.

Können Sie schon einschätzen, wie konkurrenzfähig die Alinghi sein wird?

Wir haben noch keinen Vergleich mit den anderen Teams und dürfen auch noch nicht gegeneinander segeln. Wir nutzen jetzt einfach jede Minute an der Entwicklung, damit wir schneller und besser werden.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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