Auf Basel folgt Brügge: Die Brücke des LASK ins große Glück

Sport
FUSSBALL: UEFA CHAMPIONS LEAGUE / QUALIFIKATION: LASK - FC BASEL

In Linz träumt man von der erfolgreichsten Ära der Klubgeschichte und von der Champions League.

Weil sich auch das Schweizer Selbstbewusstsein gerne in der eigenen Vergangenheit sonnt, war das eidgenössische Wehklagen unüberhörbar. Wie konnte der FC Basel nur? Ausscheiden nämlich, zwei Mal verlieren gegen den LASK, den österreichischen Vizemeister. Von „Blamage und Schmach“ jammert beispielsweise der Blick.

Nüchterner analysierend versucht die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) den Tatsachen auf die Spur zu kommen: „Der FCB ist nicht an einem übermächtigen Gegner gescheitert, sondern an einer Mannschaft, die mit einem einfachen Plan auftrat – Aggressiv pressen, die zweiten Bälle gewinnen.“ Und, um in der eigenen Unzulänglichkeit zu wühlen: „Die Basler hätten dagegen kein Rezept gefunden.“

Was auf den Punkt gebracht wiederum bedeutet: Der LASK bemüht sich ab kommenden Dienstag (Heimspiel) gegen den belgischen Vertreter Club Brügge um den gelebten Traum in der Millionen-Liga, die sich Champions League nennt.

Genau an dieser von Trainer Valérien Ismaël geforderten Konsequenz, am eigenen System des 3-4-3 festzuhalten, einem den Kräftehaushalt regelnden Spielrhythmus zu folgen, der dennoch ständigen Bereitschaft, sich nicht von spielerischen Experimenten überfordern zu lassen, sondern die stete Bereitschaft, ans kämpferische Limit zu gehen, hat sich der FC Basel die Zähen ausgebissen. Jene Mannschaft, die glaubte, als als haushoher Favorit im Duell gegen die Linzer auftreten zu können.

APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER / EXPA/REINHARD EISENBAUER

Ismaël, der 43-jährige Franzose, wurde geholt, weil er laut seiner vorangegangenen beruflichen Auffassung das von Oliver Glasern begonnene Konzept weiterführen konnte. Tat es, und hatte Erfolg damit. Mit einem erkennbaren Unterschied, dass Ismaël auf mehr Rotation innerhalb der Mannschaft setzt, so wie er es mit überschaubarem Risiko im letzten Meisterschaftsspiel vor dem Europacup-Auftritt bei der Admira getan hat. Eine kräfteschonende im Nachhinein richtige Maßnahme.

Natürlich spielte der LASK auch den Doppelpass mit dem Glück, Basels Eigentor und ein nicht gegebener klarer Elfmeter. Ismaël lässt dies nicht als Abwertung der eigenen Leistung gelten: „Wenn du einmal gewinnst, kann das Glück sein, aber wenn du zweimal gewinnst, insgesamt 5:2, dann ist das Qualität. Die Mannschaft hat Historisches für den Verein geleistet.“ Historisches?

Höhenflug

In Linz sind einige Experten der Meinung, der Traditionsverein, der 1965 der erste Meister aus den Bundesländern wurde, habe nun seine vielleicht erfolgreichste Ära der Vereinsgeschichte eröffnet. Sechs Pflichtspiele, sechs Siege, der sichere Platz in der Europa League würden das belegen. Plötzlich – sechs Jahre nach der drohenden Pleite, nach dem armseligen Absturz in die Regionalliga – interessieren sich Oberösterreichs Fußballfans wieder für den Klub, ausverkauft ist das Stadion auf der Gugl, das allerdings den sportlichen Ansprüchen hinterherhinkt.

LASK-Vizepräsident Jürgen Werner erkennt einen Schritt in Richtung internationale Qualität: „Wie wir nach dem 1:1 nicht noch ein zweites Gegentor bekommen haben, sondern zwei geschossen haben, das zeugte schon von einer sehr außerösterreichischen Mentalität.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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