Australian Open: Wer ist Wimbledon-Siegerin Rybakina?

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Nach dem Start im Abseits steht Rybakina im Scheinwerferlicht. Die Wimbledon-Siegerin aus Moskau spielt für Kasachstan.

Das erste Spiel von Jelena Rybakina gegen die Italienerin Elisabetta Cocciaretto fand auf Court 13 statt. Auf so einem abgelegenen Platz mit nur wenigen Zuschauerplätzen hatte wohl noch nie eine Wimbledonsiegerin ihre Auftaktpartie bei einem Grand Slam bestritten. Doch die Zeiten haben sich geändert: Erst schlug die 23-Jährige die große Turnier-Favoritin Iga Swiatek, dann zog sie gegen die Lettin Jelena Ostapenko ins Semifinale ein.

Bei den Grand-Slam-Turnieren gibt es von den Pressekonferenzen Mitschriften zum Nachlesen oder Mitschnitte zum Nachhören. Vier Fragen wurden Rybakina bei ihrer zweiten Pressekonferenz gestellt, elf bei der dritten, sagenhafte 14 am Sonntag und fast 20 am Dienstag. Die Wimbledon-Siegerin wurde wiederentdeckt, von den Medien und vom Veranstalter. Denn die Spiele gegen die Weltranglistenerste Swiatek und gegen Ostapenko fanden tatsächlich in der Rod Laver Arena statt, im Hauptstadion. Das Viertelfinale war sogar eine Night Session zur Primetime für Tennisfans.

APA/AFP/MANAN VATSYAYANA / MANAN VATSYAYANARussische Kasachin

In Wimbledon war die Herkunft der schlaggewaltigen und aufschlagstarken Spielerin Thema Nummer eins. Rybakina ist in Moskau geboren und aufgewachsen, ihre Eltern leben dort. In Wimbledon durften 2022 zwar keine russischen und belarussischen Profis wegen des Krieges Russlands gegen die Ukraine mitspielen, aber Rybakina betraf das nicht: Sie startet seit 2018 für Kasachstan.

In Australien dürfen Russinnen und Russen mitspielen. Aber der Krieg Russlands gegen die Ukraine strahlt in vielen Facetten aus. Grand-Slam-Sieger werden in der Regel jedenfalls nicht auf die hintersten Plätze geschickt. Aber Rybakina fehlt auch die Ausstrahlung des Superstars. Seit dem Sieg in Wimbledon hat sich bei ihr nicht viel getan, es gab keine großen Siege, keine großen Sprünge nach vorne in der Weltrangliste. Sie braucht auch keine Angst vor dem Netflix-Fluch haben. Denn in der nun präsentierten Serie „Break Point“ kommt sie eh nicht vor. Alle zehn Protagonisten sind bereits ausgeschieden.

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Also stand die aktuelle Nummer 25 der Welt anfangs im Abseits. Doch Rybakina lächelt solche Dinge weg. Sie sagte mehrmals nach ihren weiteren Siegen gegen die Slowenin Juvan, gegen die Amerikanerin Collins, gegen die Polin Swiatek und gegen die Lettin Ostapenko, dass es ihr wirklich egal sei, wo sie spiele. Solange sie nur gewinne. Sie lächelte jedes Mal, wenn sie das sagte.

„Am Ende bin ich einfach hier, um Tennis zu spielen“, sagte sie. Und so verschmitzt, wie sie dabei grinste, darf man ihr das wohl glauben.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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