Bayern mit Titel-Vorentscheidung: „Wollten ein Zeichen setzen“

Sport
RB Leipzig v FC Bayern Munich

Die Bayern bewiesen wieder einmal, dass sie auf nationaler Ebene – wenn es darauf ankommt – nicht zu knacken sind.

Der FC Bayern hat mit einem 1:0 beim direkten Verfolger Leipzig das wahrscheinliche Meisterstück zum neunten Titel in Folge in der deutschen Bundesliga abgeliefert. Sieben Punkte Vorsprung hat noch kein Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt der Saison verspielt. Der Samstag dieser 27. Runde war einer voller Vorentscheidungen: Wolfsburg und Frankfurt dürften im Herbst – möglicherweise mit österreichischen Cheftrainern – in der Champions League spielen.

Bayern-Trainer Hansi Flick offenbarte nach dem Sieg den (geglückten) Psychotrick. „Wir haben uns gesagt, es ist ein Endspiel. Und da haben wir in den letzten neun Monaten bewiesen, dass wir das können“, sagte der 56-Jährige und sendete gleich noch ein paar Grüße an den Kontrahenten: „Wir wollten mit dem Sieg ein Zeichen setzen.“ David Alaba schoss in den sozialen Netzwerken nach: „Frohe Ostern von ganz oben!“

Die Bayern-Freude geht Hand in Hand mit zu erwartender Langeweile für alle, die sich ein Herzschlagfinale im Titelrennen gewünscht hätten. Denn mehr als fünf Punkte Vorsprung hat nach 27 Runden kein Team eingebüßt. Zumal die Bayern wieder einmal bewiesen, dass sie auf nationaler Ebene – wenn es darauf ankommt – nicht zu knacken sind. Da wird auch das verletzungsbedingte Fehlen eines Weltfußballers wie Robert Lewandowski kompensiert. Leon Goretzka verwies nach seinem Siegtor noch auf den Spielplan: „Es sind noch 21 Punkte zu vergeben. Es war ein großer Schritt, aber noch nicht der entscheidende.“

„Das Thema hat sich erledigt“

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Der Gegner erkannte die Niederlage neidlos an – und schrieb die erste Titelchance (neben dem DFB-Pokal) ab. „Grundsätzlich brauchen wir nicht drumherum reden. Das Thema hat sich erledigt“, sagte Leipzigs Coach Julian Nagelsmann. Glückwünsche gab es allerdings nur zum Sieg, nicht zur Meisterschaft. Vorerst. „Da gratuliere ich erst, wenn es passiert ist. Das gehört sich so.“

EPA / FILIP SINGER / POOL

Dabei hatten die Leipziger den Rekordmeister über weite Strecken der zweiten Hälfte im Schwitzkasten. Doch die Effizienz hatten im richtigen Moment wieder einmal die Bayern gepachtet. „Es war der kleine Unterschied, dass die aus einer Chance das Tor machen“, sagte Kapitän Marcel Sabitzer. Man habe dominant gespielt und sei richtig gut gewesen. „Wenn du dann kein Tor machst, dann tut das richtig weh. Man muss einfach in so einem Spiel einen machen.“ Der Plan wird adaptiert. „Den zweiten Platz verteidigen und den Pokal gewinnen, das muss unser Ziel sein.“

Auf einer Stufe mit Rummenigge

Angeführt vom Abwehrkommandanten Alaba hielten die Bayern den Laden hinten dicht. Der ÖFB-Star wird den Klub wohl mit seinem zehnten Meistertitel nach 13 Jahren und gewiss als Rekord-Ausländer verlassen. 274 Einsätze hat der Wiener nun in der Liga für die Münchner absolviert, einen mehr als Franck Ribery. Mit 422 Pflichtspieleinsätzen steht Alaba nun – für kurze Zeit – auf einer Stufe mit Karl-Heinz Rummenigge.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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