Bayern München: Rotation statt Belastungsproben

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Der große Kader macht es möglich, dass beim Cupspiel am Donnerstag 13 Spieler ersetzt werden können. Vor 33 Jahren spielten die Stars an einem Tag im Nationalteam und beim Klub.

Das waren noch Zeiten, als man von Rotation nur im Physikunterricht gehört hat – und nicht im Fußball. Am 13. November 1985 spielte Søren Lerby am Nachmittag für Dänemark in der WM-Qualifikation in Irland. Er wurde nach einer Stunde ausgetauscht, hüpfte in Dublin ins Flugzeug und schaffte es, beim Cupspiel seines Klubs Bayern München in Bochum in der zweiten Halbzeit eingesetzt zu werden. Am 11. November 1987 spielte Mark Hughes für Wales in Prag und wurde später am Abend in München beim 3:2 der Bayern gegen Gladbach eingewechselt.

Am Donnerstag müssen die Bayern die Nachtragspartie der ersten Runde des deutschen Cups gegen den 1. FC Düren spielen. Trainer Hansi Flick wird sich personell einiges einfallen lassen müssen, da zahlreiche Spieler auf Länderspielreisen sind. Ganz so verrückt wie in den 1980ern wird es diesmal bei den Bayern nicht ablaufen.

Elf Teamspieler

Bereits jetzt ist klar, dass kein Bayern-Spieler zwei Spiele an einem Tag bestreiten wird. Wie auch, Länderspiele sind am Donnerstag keine angesetzt. Dafür rollt aber am Mittwoch der Ball in der Nations League. Es wird rotiert, was bedeutet, dass die Belastung der Spieler nach den Länderspielen nicht zu groß wird. Es kommen Reservisten zum Einsatz, Zweitbesetzungen bekommen die Chance, sich zu beweisen.

Flick muss auf 13 Spieler verzichten, wenn er den elf Teamspielern eine Pause gönnt. Neuer, Süle, Kimmich, Goretzka und Gnabry sind mit dem deutschen Nationalteam unterwegs, Pavard, Tolisso, Lucas Hernandez und Coman mit Frankreich. Dazu kommen noch Lewandowski (Polen) und Alaba (Österreich) – Flick muss eine komplette Startelf ersetzen. Darüber hinaus ist nicht zu erwarten, dass die angeschlagenen Leroy Sané und Tanguy Nianzou rechtzeitig fit werden.

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EPA/Adam Warzawa

Robert Lewandowski: Der Stürmer spielte für die Polen und zog sich eine Prellung zu. 

Gegen den Fünftligisten Düren werden die Bayern also mit einer ungewohnten Elf starten. Aber auch diese B-Elf ist haushoher Favorit. Im Tor wird Alexander Nübel zu einem Einsatz kommen, der ja die klare Nummer zwei hinter Neuer ist. Neben dem Ex-Schalker dürfen sich die Last-minute-Transfers Douglas Costa, Marc Roca, Bouna Sarr und Eric Maxim Choupo-Moting berechtigte Hoffnungen auf ihren ersten Einsatz machen.

Dazu kommen noch die Ex-Nationalspieler Thomas Müller, Jérôme Boateng und Javi Martinez sowie Alphonso Davies, der nicht für Kanada im Einsatz war. Blieben noch zwei Plätze, die zu besetzen wären – und das dürften Talente erledigen. Der 17-jährige Jamal Musiala kam in der laufenden Saison ohnehin regelmäßig zum Einsatz und wird wohl spielen. Ein Fragezeichen steht allerdings hinter dem 20-jährigen Innenverteidiger Chris Richards, der angeschlagen ist und dessen Mitwirken gegen Düren deshalb auf der Kippe steht. Wird Richards aber fit, dürfte er den elften und letzten Platz erhalten.

„Düren spüren“

Der Gegner freut sich auf das Spiel mit einer Portion Humor. „Wir wollen uns besser schlagen als Schalke und Barcelona“, lautet das Motto. Die beiden Topklubs haben gegen die Bayern einen Achter-Pack kassiert. Für den nordrhein-westfälischen Oberligisten ist es das größte Spiel der Klubgeschichte. Auch wenn …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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