Bestes Auto der Geschichte? Mercedes jagt die perfekte Saison

Sport
British Grand Prix

Mercedes dominiert mit dem überlegenen Silberpfeil das Geschehen. Doch noch nie konnte ein Team alle Rennen einer Saison gewinnen.

Drei Rennen, drei Siege. 66 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Mercedes hat den besten Motor, die beste Aerodynamik, das beste Konzept. „Dieses Auto ist in der Lage, Kurven in Geraden zu verwandeln“, schwärmt Ex-Formel-1-Fahrer Martin Brundle über den aktuellen W11. „Ich glaube, auf so eine Art haben wir das zuvor noch nie gesehen. Ich gehe nicht davon aus, dass irgendjemand Mercedes in Silverstone schlagen kann.“ Dazu die Zuverlässigkeit: Lewis Hamilton ist seit 36 Rennen nicht mehr ausgeschieden – Rekord. McLaren-Pilot Lando Norris sagt sogar: „Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht, dass Lewis jedes weitere Rennen gewinnt.“

REUTERS / ANDREW BOYERS

Nur Mercedes selbst übt sich noch im Kleinreden. „Niemand denkt, dass diese WM schon gelaufen ist“, sagt Toto Wolff. Der Teamchef sieht die Dominanz nicht nur positiv, betont aber: „Es ist doch nicht die Schuld des Teams, das die richtigen Schritte gesetzt hat, dass eine Saison vorhersehbar ist. Ich würde mir nichts mehr wünschen als einen starken Wettbewerb.“

Two-Car-Show

Den wird es heuer vermutlich nicht mehr geben. Würde Mercedes tatsächlich alle Rennen 2020 gewinnen, wäre das aber eine Weltpremiere. Dem absoluten Triumph am nächsten kam McLaren im Jahr 1988 (siehe Grafik).

Damals gewannen Alain Prost und Ayrton Senna 15 von 16 Rennen, das sind 93,75 Prozent. Statistisch gesehen ist der McLaren MP4/4 damit das beste Auto der Formel-1-Geschichte. Nur zwei Runden fehlten damals zu den 100 Prozent. Beim Grand Prix von Italien schied Prost mit einem Motorschaden aus, und Senna kollidierte in Führung liegend zwei Runden vor Schluss beim Überrunden. Gerhard Berger erbte mit seinem Ferrari den Sieg.

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Action Images via REUTERS/ACTION IMAGES

Die Scuderia war es auch, die 1952 fast alle Rennen gewonnen hätte. Sieben von acht Grands Prix holten Alberto Ascari und Piero Taruffi. Das achte Rennen gewann Ferrari nur deshalb nicht, weil das Indy500 damals zur WM gerechnet wurde und die IndyCars den Ferraris überlegen waren. Prozentuell noch besser war Ferrari 2002, als Michael Schumacher und Rubens Barrichello 15 der 17 Grands Prix gewannen.

Die beste Mercedes-Saison stammt bisher aus dem Jahr 2016. Damals wurde Nico Rosberg in Malaysia Dritter, während Hamilton mit einem Motorschaden ausschied. Und in Spanien schossen sich die Star-Piloten gegenseitig aus dem Rennen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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