Champions League: Dämpfer für die Ronaldo-Euphorie

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Zunächst schoss der Superstar einen Ordner k.o., dann setzte es auch noch eine peinliche Niederlage bei den Young Boys Bern.

Die Euphorie um die Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Manchester United hat im zweiten Spiel mit dem Portugiesen einen herben Dämpfer bekommen. Trotz des nächsten Tores des Weltstars unterlag United in der Champions League beim Schweizer Meister Young Boys Bern am Dienstagabend 1:2. Nach der Niederlage prasselte Kritik auf die „Red Devils“ ein, wobei auch Ronaldo einstecken musste. Feiern lassen durften sich hingegen die Bayern, die beim FC Barcelona staubtrocken 3:0 siegten.

Für Ronaldo hatte der Abend mit einem Fauxpas begonnen. Beim Aufwärmen schoss er einen hinter dem Tor stehenden Ordner k.o. Wie auf Videos zu sehen war, erkundigte sich Ronaldo umgehend nach dessen Verfassung. Mit Anpfiff hatte der 36-Jährige dann den nächsten Rekord geknackt. Mit 177 Einsätzen in der Champions League liegt er nun gleichauf mit seinem ehemaligen Teamkollegen von Real Madrid, Iker Casillas.

Dem 1:0 der Gäste (13.) durch Ronaldos 135. Tor in der Königsklasse folgte für United aber eine Rote Karte für Aaron Wan-Bissaka (35.). Die Young Boys witterten ihre Chance und drehten die Partie durch Tore des ehemaligen Altachers Moumi Ngamaleu (66.) und Jordan Siebatcheu tief in der Nachspielzeit (95.). Beim entscheidenden Tor der Schweizer leistete der englische Internationale Jesse Lingard mit einen haarsträubenden Rückpass die unfreiwillige Vorarbeit. „Stupid Boys“ titelten der Daily Star und Daily Mirror deshalb am Mittwoch über Lingard und Wan-Bissaka. Der „Guardian“ meinte: „Selbst der gefeierte Cristiano Ronaldo bot über sein Tor hinaus fast nichts.“

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Der Portugiese war wie Landsmann Bruno Fernandes im Finish nicht mehr am Feld. Trainer Ole Gunnar Solskjaer hatte nach dem 1:1 in erster Linie versucht, die Defensive zu stärken – vergeblich. Der Norweger verlor damit das elfte seiner 15 bisherigen Champions-League-Spiele mit United. Solskjaer sah zwar einen Fehlstart auf Kunstrasen, der Aufstieg sei in der Gruppe mit den weiteren Gegnern Atalanta Bergamo und Villarreal aber noch nicht in Gefahr, betonte der Ex-Stürmer.

„Man braucht 10, vielleicht 12 Punkte. Wenn wir zu Hause alles gewinnen, benötigen wir noch einen Auswärtssieg“, rechnete Solskjaer vor. Er bemängelte „Konzentrationsfehler“. Lingard und Wan-Bissaka machte er keine Vorwürfe: „Wir sind Menschen, jeder Fußballer macht Fehler.“ Ronaldo richtete den Blick nach vorne. „Es war nicht das Resultat, das wir wollten, aber jetzt ist es Zeit, sich gut zu erholen und auf das nächste Spiel zu konzentrieren“, schrieb er auf Instagram. Am Sonntag soll in der Premier League gegen West Ham United Sieg Nummer vier im fünften Saisonspiel gelingen.

Im Camp Nou wurden Thomas Müller und Robert Lewandowski wieder zum Schrecken des FC Barcelona, der im ersten Champions-League-Auftritt ohne Lionel Messi kaum Gefahr erzeugte. Kein einziges Mal schossen die Katalanen aufs Tor der Bayern. „Wenn du hier 3:0 gewinnst, ist das ein Signal“, sagte der per abgefälschtem Distanzschuss erfolgreiche Müller (34.). Er hält inzwischen bei sieben Treffern in sechs Partien gegen Barcelona. Torjäger Lewandowski (56., 85.) staubte zweimal nach Stangenschüssen von Youngster Jamal Musiala und Serge Gnabry ab.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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