Dieses Angebot konnte Capitals-Coach Dave Cameron nicht ablehnen

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Der 62-Jährige wird nach drei Jahren in Wien Headcoach bei Kanadas Unter-20-Team und übernimmt die Ottawa 67’s.

Um 16 Uhr MESZ und 8 Uhr in Kanada wurde es offiziell: Dave Cameron wechselt von den Vienna Capitals in seine Heimat zurück und wird einen der prestigeträchtigsten Trainerjobs im Eishockey übernehmen: Der 62-Jährige wird Headcoach des kanadischen Unter-20-Teams.

Am Dienstag um 9 Uhr früh klingelte deshalb bei Capitals-Manager Franz Kalla das Telefon. „Das war mein schwierigster Anruf“, gab Dave Cameron zu. „Ich liebe alles an Wien, das war mein bester Job bisher. Daher war es sehr schwierig“, sagte Cameron in seinem Haus auf Prince Edward Island, wo ihn der KURIER erreichen konnte.

Bei der Talentschmiede

Aber letztlich hatte Cameron beim Angebot, Kanada zur U-20-WM in der Heimat zu führen, keine Wahl. Bedingung war, dass Cameron auch gleichzeitig die Ottawa 67’s übernimmt. Das Junior-Team aus der Ontario Hockey League ist eine Talentschmiede, bei der auch Österreichs Marco Rossi reif für den NHL-Vertrag bei Minnesota wurde.

Beim kanadischen Verband erhielt Cameron einen Vertrag für ein Jahr, Ottawa übernimmt er für drei Jahre. Die Capitals wollten Cameron nichts in den Weg legen. Franz Kalla erklärt: „Er hat sich den Arsch aufgerissen und sich nie über irgendwas beschwert. Daher haben wir beschlossen, ihn aus dem Vertrag zu lassen. Ich habe lieber einen guten Freund in Kanada, der glücklich ist.“

Natürlich ist es auch eine Ehre für einen Klub der ICE Hockey League, wenn der Trainer vom kanadischen Eishockeyverband abgeworben wird. Schließlich ist den Kanadiern die Unter-20 wichtiger als die Senioren-Mannschaft bei der WM. Los geht es mit dem ersten Camp Ende Juli.

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Cameron gewann schon 2011 bei der U20-WM in Buffalo die Silbermedaille mit Kanada. Das wurde damals allerdings nicht als Erfolg gewertet.

Blick zurück mit Wehmut

Rückblickend nannte er drei Faktoren, die ihm in Erinnerung bleiben werden. „Mein Verhältnis mit Franz war ein Highlight.“ Aber auch die Stimmung vor Corona. „Die Fans in unserer Arena waren außerordentlich. Diese Energie… Als Coach suchst du immer Wege, um das Team zu motivieren. Aber das brauchst du nicht viel Werbung machen, um Spieler nach Wien zu holen. Wir waren immer wettbewerbsfähig und hatten immer die Chance zu gewinnen. Das ist alles, was du als Coach willst.“ Aber auch die vergangenen durch Covid geprägte Saison hatte für ihn einen positiven Aspekt: „Die Entwicklung der Kids war auch ein Höhepunkt. Als Coach willst du immer die besten Spieler. Wegen Covid haben wir aber entschieden, mit den Jungen zu spielen. Es war ein Vergnügen, wie sie sich entwickelt haben.  Sie werden noch richtig gute Spieler in der Liga.“

Der Wiener Fahrplan

Manager Kalla, der mit Rotter, Wukovits, Nissner, Peter, Fischer und Großlercher schon den Stamm des Teams verloren hat, muss die Ärmel hochgekrempelt lassen. „Schwierig ist, nicht einen Trainer zu finden, sondern den richtigen. Nach Serge Aubin und Dave Cameron liegt die Latte hoch.“

Kalla rechnet mit einer Menge an Bewerbungen. „Wir haben mit Greg, Dave und unseren Partnern in Las Vegas ein gutes Netzwerk, das uns bei der Trainersuche helfen wird.“ Eile herrsche keine, da die Mannschaft fast fertig sei und es …read more

Source:: Kurier.at – Sport

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