DTM-Star Lucas Auer vor Spielberg: „Ein Heimsieg ist realistisch“

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Der 28-jährige Tiroler spricht vor den DTM-Rennen auf dem Red Bull Ring über seine Chancen und freut sich über sein Gehalt.

Mit den beiden Läufen der DTM in Spielberg am Samstag und am Sonntag (jeweils 13.30/live ServusTV, ProSieben) geht die DTM in ihre heiße Phase. „Die DTM hat sich super entwickelt“, sagt Gerhard Berger, der Boss der Rennserie.

„Das ist genau das, was sich der Fan seit vielen Jahren gewünscht hat. Mercedes, Audi, BMW, Porsche und Ferrari haben heuer Rennen gewonnen, ein Lamborghini hat die Gesamtwertung angeführt. Mittendrin im Kampf um den Titel ist auch Bergers Neffe, Lucas Auer. Als Zweiter in der Gesamtwertung fehlen dem 28-Jährigen 32 Punkte auf Leader Sheldon van der Linde aus Südafrika.

KURIER: Es gab bisher in Spielberg noch keinen Heimsieg in der DTM. Was spricht dafür, dass sich das am Wochenende ändern wird?

Lucas Auer: Die Tatsache, dass fünf Österreicher am Start sind, die auf alle Teams aufgeteilt sind. Das erhöht die Chancen wahnsinnig. Ich glaube, ein Heimsieg ist realistisch.

Warum läuft es heuer so gut?

Es ist die Tatsache, dass ich seit zwei Saisonen beim selben Team in derselben Serie bin. In der DTM kämpft man um jede Hundertstel so brutal … Deshalb ist es so wichtig, dass man konstant in einem Team arbeiten kann.

Warum soll es sich für die Fans lohnen, nach Spielberg zu kommen?

Erstens sind wir in einer extrem spannenden Phase der Meisterschaft. Es wird emotionaler und aggressiver, das macht spannende Rennen. Zudem bietet der Red Bull Ring gute Überholmöglichkeiten, gerade in der DTM kommt es da schon zum Lackaustausch. Außerdem ist das Umfeld in Spielberg einzigartig und wirklich ein Erlebnis. Vom Motorsport und vom Zweikampfverhalten sind wir die coolste Klasse zum Anschauen, da geht es echt rund.

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Die Autos der DTM sind alle ungefähr gleich schnell …

Das nennt man BOP, Balance of Performance. Dabei werden durch Motorleistung und Gewicht die verschiedenen Autos angepasst, sodass alle die gleichen Chancen haben.

Aber ist dieser künstliche Eingriff noch Wettkampf?

Man braucht diesen Eingriff. Wir haben komplett unterschiedliche Auto- und Motorenkonzepte. Man gleicht die Autos an, dann geht es nur um Team und Fahrer. Das ist doch echter Motorsport? Wir haben etwa einen V8-Motor mit 6,3 Liter Hubraum drinnen, circa 550 PS und 1.275 Kilogramm Leergewicht. Wir produzieren mit dem Heckflügel und den Diffusoren viel Abtrieb und haben dadurch auch hohe Kurvengeschwindigkeiten.

In der DTM sind Reifenwärmer verboten. Wäre das auch ein Konzept, um die Formel 1 noch spannender zu machen?

Mich verwundert eh, dass das noch nicht alle Serien machen. Denn strategisch ist das schon sehr interessant. Wenn man neue Reifen holt, muss man die erst aufwärmen. Wenn man da in einem Pulk rauskommt, wird man aufgefressen. Ich würde das zu hundert Prozent auch in der Formel 1 sehen.

Wie ist so das Leben als Werkspilot von Mercedes?

Ich fahre heuer 21 Rennen in verschiedenen Meisterschaften, Priorität hat aber die DTM. Als Markenbotschafter präsentiere ich Mercedes für Sponsoren und Kunden. Dementsprechend reise ich schon auch um den Globus.

Wie viel verdient man da?

Ui, viel! Wollen Sie eine Zahl hören?

Ja, sehr gerne!

Das darf ich leider nicht. Man verdient …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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