Eishockey-Teamchef Bader: „Ich bin immer wieder aufs Neue angetan“

Sport

Der Schweizer ist in seinem 10. Jahr in Österreich tätig. Im Interview spricht er über das Turnier in Frankreich, seine WM-Vorbereitung und ein großes Ziel.

Die Tage werden länger, die Eishockeysaison geht allmählich in ihre entscheidende Phase. Während bei den Vienna Capitals hinter den Kulissen unter Hochdruck an der Zukunft nach Präsident Hans Schmid gearbeitet wird, hat das Nationalteam in den vergangenen Tagen in Wien trainiert, um sich auf das Turnier in Epinal vorzubereiten, wo am Freitag Gastgeber Frankreich und am Samstag  Dänemark oder Norwegen Gegner sind.

Teamchef Roger Bader (59) ist längst im WM-Modus. Unter seiner Ägide hat Österreich bei A-Weltmeisterschaften zuletzt zwei Mal in Folge den Klassenerhalt geschafft. Im Interview erklärt der Schweizer, was ihm so gut an Österreich gefällt, wie er sich selbst fit hält  und welches sein großes Ziel ist.

Sie sind in Ihrer zehnten Saison in Österreich. Wenn es Richtung WM geht, ist das schon alles Gewohnheit für Sie, oder gibt es noch Nervosität?

Nervosität ist das falsche Wort. Angespannt würde ich sagen. Ich weiß, ich habe Erfahrung und weiß, wie man eine Weltmeisterschaft aufbaut. Auch für mich. Auch der Coach muss in Form kommen. Meine persönliche Planung beginnt zirka um die Weihnachtszeit herum. Es ist nie so, dass es Gewohnheit wird. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue und bin angetan.

Welches Ziel haben Sie beim Turnier in Frankreich?

Ich möchte sehen, dass wir agieren und nicht reagieren. Wir versuchen ein aktives Eishockey zu spielen. Wir werden mehr Forechecking machen. Wir testen das auch mit neuen Spielern und sehen dann, wer das besonders gut macht. Natürlich sichten und testen wir auch Spieler. Jeder Spieler legt uns seine Visitenkarte hin. Natürlich beobachte ich, was im Klub passiert, aber was im Nationalteam gezeigt wird, zählt in der Beurteilung mehr. Die Spieler, die jetzt dabei sind, können sich für einen WM-Kaderplatz in Stellung bringen.

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EPA/KIMMO BRANDT

Die Lage bei den Tormännern hat sich durch den Rücktritt von Bernhard Starkbaum zusätzlich verschärft. Wie wichtig ist der Tormann im Spiel der Österreicher?

Die Fußballer mögen mir verzeihen, aber im Eishockey ist er viel wichtiger, weil er mehr Schüsse hat. Wir sind darauf angewiesen, dass der Torhüter uns hilft. Wir haben das Motto ‚Wir müssen als Mannschaft dem Torhüter helfen, dann kann er uns helfen.‘ Wir müssen gut verteidigen, schauen, dass der Gegner nicht in Überzahl aufs Tor fährt. Dass einmal der Zeitpunkt kommt, dass Bernhard Starkbaum aufhören muss, das wusste man immer. Die Torhüter, die wir jetzt haben, müssen in seine Fußstapfen treten.

Die besten Chancen darauf hat nach den bisherigen Saisonleistungen bei Vorarlberg wohl David Madlener…

Er und David Kickert waren bei den letzten Weltmeisterschaften immer dabei und haben auch gespielt. Es gibt auch welche hinter ihnen, die zeigen müssen, dass sie Herausforderer sind. Interessant ist jetzt auch dass wir Thomas Höneckl mit 35 Jahren reaktiviert haben. Er hat sich das durch seine Leistungen in Linz verdient. Er wird in Frankreich ein Spiel machen. Wenn er gut performt, bleibt er im Rennen um einen WM-Platz.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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