Ex-Rapid-Sportchef Bickel: „Man hat die Fans zu weit hineingelassen“

Sport

Der ehemalige Sport-Geschäftsführer der Wiener äußerte sich zur aktuell schwierigen Situation bei seinem Ex-Verein.

Inmitten stürmischer Zeiten hat sich Rapid mit einem sportlichen Erfolg zumindest ein bisschen Ruhe verschafft. Das 1:1 am Sonntag in der Bundesliga bei Red Bull Salzburg brachte einen Schub an Selbstvertrauen, Trainer Ferdinand Feldhofer sprach von einem „Punkt der Moral“ und einem gelungenen Charaktertest.

Die erste Schlagzeile des Tages lieferte Rapid noch vor dem Anpfiff, nämlich mit der Meldung, dass sich im Zuge der anstehenden Präsidentenwahl gleich fünf Listen bewerben. Die Hoffnung, dass bei der Hauptversammlung nur eine Liste antritt und damit ein emotionaler Wahlkampf wie vor drei Jahren vermieden wird, dürfte sich nicht erfüllen, wochenlange Scharmützel scheinen vorprogrammiert. Feldhofer nahm dies gelassen zur Kenntnis. „Ich kann nur das machen, wofür ich zuständig bin. Alles andere kann ich nicht beeinflussen“, sagte der Steirer.

Erdbeben bei Rapid

Die Situation bleibt aber angespannt, am Sonntag äußerte sich auch der ehemalige Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel auf Sky zu Wort. „Ich bin auf der einen Seite völlig überrascht, welche Kreise das jetzt zieht“, so Bickel, „Auf der anderen Seite ist es so, dass man sich immer gedacht hat, irgendwann muss es explodieren. Das geht so nicht. Dass es gleich ein solches Erdbeben gibt, hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten.“

Viel diskutiert wird dabei immer die Macht der Fans, mit der Rapid als größter Mitgliederverein Österreichs konfrontiert ist. „Das Problem sind nicht die Fans, das Problem ist, was der Klub mit den Fans macht“, meint Bickel, „Die können dir so viel Gutes tun, aber der Klub hat dann irgendwo auch verpasst, die Grenzen zu ziehen. Man hat sie auch immer wieder zu weit hineingelassen. Die Fan-Vertreter waren jede Woche in Hütteldorf und haben mitgesprochen.“

  Irrer Weltrekord von Kipchoge: Der Läufer von einem anderen Stern

Bickel kann etwa auch den Rücktritt von Manager Christoph Peschek nicht nachvollziehen: „Da muss wirklich etwas Größeres vorgefallen sein. Ich habe mit ihm lange Jahre zusammengearbeitet und ich glaube er schläft heute noch in Rapid-Bettwäsche.“ Der Schweizer kann sich jedenfalls eine Rückkehr nach Wien vorstellen: „Rapid packt dich immer, ist omnipräsent. Trotz allem, was ich erlebt habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich nein sagen würde.“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.