Ex-Teamchef Koller verteidigt Alaba-Wechsel: „David wurde Unrecht getan“

Sport
FUSSBALL-EM: TRAINING ÖFB-TEAM IN MALLEMORT/ALABA/KOLLER

Der Schweizer hat Verständnis für den Wechsel des 28-jährigen Defensivspezialisten zu Real Madrid

Monatelang hat sich der Wechsel von David Alaba zu Real Madrid angebahnt. Nach 13 Jahren beim FC Bayern wird der 28-Jährige in der kommenden Saison für die Königlichen auflaufen. Das Ende seiner Dienstzeit beim deutschen Rekordmeister wurde im Vorfeld kritisert.

So wurde etwa sein Berater Pini Zahavi von Uli Hoeneß der Geldgier bezichtigt. Alaba habe laut dem Ex-Präsidenten der Bayern „einen geldgierigen Piranha als Berater“. Zahavi soll auf ein 20-Millionen-Euro-Gehalt gedrängt haben. Schlussendlich konnte man keine Einigung mit den Bayern-Bossen erzielen, und der Abgang des 28-jährigen ÖFB-Kickers war fixiert. 

Auch der scheidende Bayern-Vorstand Karl-Heinz-Rummenigge konnte den Wechsel nicht verstehen: „Ich glaube, die wenigsten Menschen in dieser existenziellen Krise verstehen, wenn ein Profifußballer bereits 15 Millionen Euro im Jahr verdient und sich dann mit 19,5 Millionen nicht zufrieden gibt.“

Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller, der Alaba von 2011 bis 2017 in Österreichs Nationalteam trainierte, verteidigte nun bei Sport1 seinen ehemaligen Schützling: „Da wurde ihm Unrecht getan. David ist nicht geldgierig.“, sagte der Schweizer. Alaba habe „bei den Bayern von Anfang an gutes Geld verdient“ und der 28-jährige Superstar sei „viel zu bodenständig“. Laut Koller solle man Alaba „diese große Chance bei den Königlichen“ gönnen.

APA/ROBERT JAEGER / ROBERT JAEGER

Von 2011 bis 2017: Koller verfolgte die Entwicklung von Alaba genau 

„David wird das meistern“

Koller habe sich über Alabas neue Aufgabe in Madrid gefreut, und der Abgang vom deutschen Rekordmeister sei „der richtige Schritt zur richtigen Zeit“. Für den Ex-ÖFB-Teamchef gilt Real Madrid als „Top-Adresse im Fußball“ – Alaba „wird das meistern“.

  Löws letzte Mission

„Er ist Papa geworden und hat nun seine eigene Familie gegründet. Es war also wohl der letzte günstige Zeitpunkt, um zu wechseln und ein neues Land sowie eine neue Mentalität kennenzulernen“, sagte der Schweizer weiter.

Koller leitete von 2011 bis 2017 das ÖFB-Team und verfolgte die Entwicklung des Wieners: „Ich hab ihn nicht nur als Spieler, sondern auch als Typ sehr gemocht. Er ist ein herausragender Mensch mit einem ganz eigenen Schmäh. Und fußballerisch müssen wir nicht diskutieren“, erinnerte der 58-Jährige an die Zeit bei Österreichs Nationalteam. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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