Fehlstart bei der EM 2016 für Alaba Geschichte: „Fokus liegt auf Zukunft“

Sport

Für den 28-jährigen ÖFB-Spieler ist der Stangenschuss gegen Ungarn „Vergangenheit“.

Vor dem EM-Start der österreichischen Fußball-Mannschaft am Sonntag (18.00 Uhr/live ORF 1) in Bukarest gegen Nordmazedonien werden Erinnerungen an den völlig verkorksten Auftakt bei der EURO 2016 wach. Damals verlor Österreich als klarer Favorit gegen Ungarn 0:2, nachdem David Alaba nach wenigen Sekunden die Stange getroffen hatte. An Gedankenspielen, wie das Turnier bei einem frühen 1:0 verlaufen wäre, möchte sich der künftige Profi von Real Madrid aber nicht beteiligen.

Er habe mit den Ereignissen von damals abgeschlossen und blicke nach vorne, betonte Alaba am Freitag in Seefeld. „Was passiert wäre, wenn der Ball drin gewesen wäre, weiß ich nicht, darüber habe ich auch nicht wirklich nachgedacht. Das ist alles Vergangenheit, der Fokus liegt auf der Zukunft“, erklärte der Wiener.

Trotz des enttäuschenden Abschneidens habe er von der Endrunde in Frankreich profitiert, betonte Alaba. „Ich bin daran gewachsen. Das hat mich sicher irgendwie geprägt.“ Vergleiche zwischen dem aktuellen ÖFB-Kader und jenem von 2016 wollte der 28-Jährige nicht ziehen. „Wir hatten damals andere Stärken als heute. Aber von der Qualität in der Breite sind wir vielleicht noch einmal stärker aufgestellt als 2016.“

„Kader mit riesigem Potenzial“

Definitiv nicht vergleichbar sind die Stimmungslagen – von einer Euphorie wie vor der Endrunde in Frankreich ist derzeit nichts zu spüren, was laut Alaba ein Vorteil sein könnte. „Es ist sicher angenehmer, wenn der Druck nicht so groß und die Erwartungen nicht so hoch sind, doch damit beschäftigen wir uns gar nicht. Wir haben einen Kader mit riesigem Potenzial. Das müssen wir jetzt auf den Platz bringen.“

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Sollte dies gelingen, könne die Skepsis schnell in Begeisterung umschlagen. „Wir wollen das ganze Land mitziehen. Wir spüren schon die Unterstützung der Fans, die wollen wir glücklich machen und mitreißen, und das vom ersten Spiel weg“, sagte Alaba.

Wenn es gegen Nordmazedonien nicht mit einem Sieg klappen sollte, sei jedoch noch nichts verloren, so Alaba. „Das ist kein ‚Alles oder nichts‘-Spiel. Aber natürlich ist das erste Match sehr wichtig für das Selbstvertrauen und den Rhythmus.“

Nordmazedonien kein leichter Gegner

Man dürfe den EM-Neuling keinesfalls unterschätzen, warnte Alaba und verwies dabei auf den WM-Qualifikationssieg der Nordmazedonier im März in Deutschland. „Da hat man gesehen, zu was sie fähig sind. Sie haben ihre Stärken im Umschaltspiel von Defensive auf Offensive.“

Dennoch behielt die ÖFB-Auswahl gegen die Nummer 62 der FIFA-Weltrangliste zuletzt zweimal die Oberhand. In der EM-Qualifikation 2019 gab es auswärts ein 4:1 und daheim ein 2:1. In letzterem Spiel erzielte Alaba sein 14. und bisher letztes Länderspieltor. Dass seither weitere Treffer ausblieben, bereitet dem zweifachen Champions-League-Sieger wenig Kopfzerbrechen. „Ich möchte in erster Linie der Mannschaft helfen.“

In welcher Rolle Alaba dieses Vorhaben in die Tat umsetzen soll, ist offen. Infrage kommen die Positionen als Linksverteidiger, im Mittelfeldzentrum oder am Flügel. „Ich bin ein flexibler Spieler und werde alles geben, egal wo ich spiele“, versprach der ÖFB-Star.

In seiner Karriere absolvierte Alaba mit dem FC Bayern schon zahlreiche wichtige Partien, trotzdem hat das Match in Bukarest eine besondere Bedeutung. „Es hat einen hohen Stellenwert für mich, aber auch für das ganze Land. Deshalb …read more

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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