Final-Erfolg gegen England? Warum Spanien den EM-Titel holen wird

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Ein Blick auf die Statistik macht klar, dass Spanien gewinnen wird. Doch nicht immer gehen die objektiv besten Teams als Sieger vom Platz, wie die EM-Geschichte zeigt.

Spanien wird Europameister. Zumindest wenn man die Statistik betrachtet. Alle sechs Spiele haben die Spanier gewonnen, während sich England mit nur drei Siegen ins Finale geschummelt hat. 108 Torversuche haben die Spanier gehabt, 66 die Engländer. Während die Iberer 13 Tore erzielten, reichten den Briten 7 für den Finaleinzug. Die Statistik lügt nicht.

Doch ist das tatsächlich so? Oft, aber bei Weitem nicht immer, gehen die statistisch überlegenen Teams als Sieger vom Platz. Dass auch unterlegene Mannschaften den Sieg davontragen können, macht den Reiz des Fußballs aus. Gemeinsam mit der Statistik-Plattform SofaScore hat sich der KURIER für fünf statistisch herausragende Momente aus 16 Fußball-Europameisterschaften entschieden.

2012: Das alles dominierende Spanien

Die spanischen Europameister von 2012 waren eines der dominantesten Teams der Fußballgeschichte. Erstmals konnte eine Mannschaft den Henri-Delaunay-Pokal erfolgreich verteidigen. In diesem Zeitraum blieb sie 29 Spiele in Folge ohne Niederlage. Bei der EURO 2012 zeigte sich die Dominanz der Spanier auch in den Daten. Spanien hatte den höchsten Ballbesitz (durchschnittlich 65,8 Prozent), spielte die meisten präzisen Pässe (638,8 pro Spiel) und hatte die meisten Torschüsse (7,0 pro Spiel). Zudem schoss Spanien die meisten Tore und kassierte die wenigsten.

2004: Die griechische Sensation

Während Spanien 2012 zu den Favoriten gehörte, lieferte Griechenland 2004 eine der größten Sensationen ab. In der „Todesgruppe“ mit Portugal, Spanien und Russland setzte man sich gleich im Auftaktspiel gegen Gastgeber Portugal mit 2:1 durch. Die Mannschaft von Otto Rehhagel hatte nur 33 Prozent Ballbesitz, spielte nur 259 Pässe (im Vergleich zu Portugals 492), gab insgesamt 8 Schüsse ab (Portugal: 22). Nach dem knappen Aufstieg schaltete Griechenland den amtierenden Weltmeister Frankreich mit 1:0 aus. In allen Statistiken lagen die Franzosen vorne, nur nicht bei den erzielten Toren. Nach einem weiteren 1:0 gegen Tschechien traf man im Finale wieder auf Portugal. Wieder gab es einen 1:0-Sieg. In den Statistiken des Turniers lag Griechenland in keinem Bereich im Spitzenfeld: Platz 11 (von 16) bei der durchschnittlichen SofaScore-Bewertung, Platz 15 bei Ballbesitz, Platz 12 bei den Torschüssen, Platz 7 bei den erzielten Toren. Doch das interessierte in Griechenland am Ende niemand mehr.

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2000: Der goldene David Trezeguet

Mit einem Golden Goal in der 103. Minute entschied David Trezeguet das Finale der EM 2000 gegen Italien – und Frankreich war Europameister. Gespickt war das Team mit Stars: Zidane, Henry, Deschamps, Vieira, Djorkaeff, Thuram, Desailly. Didier Deschamps war der am besten bewertete Spieler in diesem Spiel, er beendete es mit einer SofaScore-Bewertung von 7,9. Zusammen mit Zidane diktierte er das Tempo des Spiels, gemeinsam spielten sie insgesamt herausragende 122 präzise Pässe und gewannen 35 Zweikämpfe.

1992: Die Urlauber aus Dänemark

Nach dem Ausschluss von Jugoslawien wurden die Dänen zehn Tage vor EM-Beginn aus dem Urlaub geholt. Mit einem 0:0 gegen England, einem 0:1 gegen Schweden und einem 2:1-Sieg gegen Frankreich kamen sie weiter. Da damals nur acht Mannschaften an der EM teilnahmen, folgte sofort das Semifinale gegen Weltmeister Niederlande. Dänemark setzte sich nach …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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