Foda-Bilanz und EM-Chancen: Was von Österreich zu erwarten ist

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Vor dem EM-Start gegen Nordmazedonien stapelt man beim ÖFB tief. Mit welcher Ausgangslage geht das Nationalteam aber tatsächlich in das Turnier?

Am Sonntag-Abend (18 Uhr) wird es für das ÖFB-Team ernst, gegen Nordmazedonien startet Österreich in die EM. Und das nicht unbedingt mit den besten Vorzeichen: Euphorie hat die Mannschaft keine entfacht, das Nationalteam ist zudem bereits seit 316 Minuten ohne Torerfolg. ÖFB-Präsident Windtner betonte zuletzt, dass es ihm lieber sei „wir haben nicht im Vorfeld die Euphorie – sondern vielleicht als Nachhall zur Europameisterschaft.“

Fehlende Euphorie, fehlende Tore, unzufriedenstellende Ergebnisse. Die Verantwortlichen stapeln vor dem Großereignis tief, der KURIER wirft indes in Zusammenarbeit mit sofascore.com einen Blick auf die nackten Zahlen. Wie schneidet das ÖFB-Team im Vergleich mit den EM-Gruppengegnern ab? Wie fällt die Bilanz von Franco Foda als Österreich-Teamchef bis dato aus? Und welche Spieler haben sich für welche Position besonders empfohlen?

Die Foda-Bilanz

Seit Ende 2017 ist Franco Foda als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft aktiv, seitdem gab es 21 Siege in 35 Spielen und damit eine Erfolgsquote von 60 Prozent. Mit einem Punkteschnitt von 1,94 Zählern pro Spiel, ist der gebürtige Deutsche nach wie vor der erfolgreichste ÖFB-Trainer aller Zeiten. In Pflichtspielen gab es 13 Erfolge in 23 Partien sowie einen Punkteschnitt von rund 1,87. 

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In diesen 35 Spielen gelangen dem österreichischen Team 55 Treffer, im Gegenzug musste man 33 Gegentore hinnehmen. Im Schnitt erzielte die Foda-Elf somit rund 1,6 Treffer pro Spiel. Die Statistik spricht also durchaus für den 55-Jährigen, dennoch steht Foda seit Wochen in der Kritik. Vor allem der Spielstil des Teams sorgt bei Fans und Beobachtern für Unmut. 

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Foda sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, übervorsichtig spielen zu lassen und das Potential seiner Mannschaft zu bremsen. Er selbst wolle sich jedenfalls nicht „in eine Schublade stecken“ lassen, sagte er auch zuletzt im KURIER-Interview. Dennoch wird wohl auch intern diskutiert, wie das Profil zuletzt recherchierte. So wird ein Funktionär zitiert, dass „alles hinterfragt werden“ müsse, sollte das ÖFB-Team bei der EM früh scheitern.

Klar ist jedenfalls, dass die starke Foda-Bilanz durchaus mit Vorsicht zu genießen ist. Denn das Team siegt und punktet vor allem gegen in der FIFA-Weltrangliste schlechter platzierte Teams. Gegen nominell bessere Mannschaften ist Foda noch sieglos. Der Tiefpunkt war die klare 0:4-Pleite gegen Dänemark in der WM-Qualifikation.

Die Gruppengegner

Am Sonntag startet das ÖFB-Team gegen Nordmazedonien in die Europameisterschaft, danach warten die Duelle mit der Niederlande (17. Juni) und Ukraine (21. Juni). Ein Vergleich der Leistungen in der EM-Qualifikation weist Österreich auf dem dritten Platz aus. Während die Ukraine in ihren acht Spielen ungeschlagen blieb und sich sogar gegen Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo durchsetzte, belegten die Niederländer in ihrer Quali-Gruppe hinter Deutschland Rang zwei. Die einzige Niederlage gab es gegen die Elf von Noch-DFB-Teamchef Jogi Löw.

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Österreich hatte da eine deutlich leichtere Aufgabe, mit Polen bekam das Team einen verhältnismäßig machbaren Gegner zugelost. Am Ende gab es gegen Lewandowski und Co. eine 0:1-Niederlage sowie ein torloses 0:0. Dazu blamierte sich das ÖFB-Team gegen Israel (2:4) und Lettland (0:1). Mit einem Schnitt …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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