Fünf EM-Erkenntnisse: Warum das ÖFB-Team auf dem richtigen Weg ist

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In einer Woche wird es für Österreich ernst. Warum man sich keine Sorgen machen muss.

Kommende Woche geht es endgültig los für Österreichs Nationalmannschaft. Nach drei freien Tagen nach dem letzten Testspiel gegen die Schweiz in St. Gallen am Samstag beziehen die Österreicher am Mittwoch in Berlin ihr EM-Quartier.

In exakt einer Woche wird es dann ernst. In Düsseldorf wartet am 17. Juni der zweifache Welt- und Europameister Frankreich als EM-Auftaktgegner. Kann das gut gehen? Mit Sicherheit.

Diese Überzeugung strahlen nicht nur die Spieler und ihr Trainer aus vor diesem herbeigesehnten Turnier. Auch das bisher Gezeigte in der Ära Rangnick und vor allem die jüngsten Leistungen machen Mut und Lust auf mehr. Welche Erkenntnisse es aus dem letzten Testspiel gibt und warum das ÖFB-Team für die EURO gerüstet ist.

Die Resultate

Die Ergebnisse sind am Ende immer noch das, was zählt und auch nach Freundschaftsspielen oft den Ausschlag gibt über Lust oder Frust. Und auch wenn es beim 1:1 in der Schweiz nichts wurde mit dem siebten Sieg in Serie, so hat man doch zumindest mit einem Remis, auswärts gegen einen individuell höher einzuschätzenden Gegner, nicht verloren. Das gibt Sicherheit.

Der Warnschuss

Trotz all der guten Resultate gilt es auch, den Finger in die Wunde zu legen, wenn es notwendig ist. So etwa am Samstagabend nach dem Spiel in St. Gallen, das nicht nur den Teamchef nicht restlos zufriedengestellt hat. „Es nervt mich kolossal, wenn wir so spielen, wie heute in der ersten Halbzeit“, schimpfte Ralf Rangnick. Der Deutsche ortete die fehlende Bereitschaft, alles zu investieren. „Wir haben Grundtugenden vermissen lassen“, befand Rangnick. Umso verheerender, beim Spielstil der Österreicher, der auf Intensität mit und gegen den Ball aufgebaut ist. Rangnick wiederholte sich, indem er sagte: „Ein bisschen Pressing geht nicht, das ist wie ein bisschen schwanger.“

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Die zweiten 45 Minuten haben gezeigt, dass die Mannschaft die Botschaft in der Pause verstanden hat. Was bleibt ist ein Schuss vor den Bug zum vielleicht bestmöglichen Zeitpunkt – und das, ohne dabei eine Niederlage als Rückschlag einstecken zu müssen.

Die Stabilität

In Hälfte eins ist Österreich der Schweiz so hinterhergelaufen, wie schon lange keinem Gegner mehr. Der Schweizer Regisseur Granit Xhaka konnte nach Belieben schalten und walten, das Team von Ralf Rangnick geriet zunehmend unter Druck. Und trotzdem hat man kaum etwas zugelassen. Nur vier Schüsse konnten die Schweizer (bei zugleich neun der Österreicher) abfeuern. Davon gingen sogar nur zwei aufs Tor – und die fielen in ein und der selben Aktion, mit Schuss und Nachschuss beim Gegentor.

Eine Erkenntnis der beiden Tests ist: Österreich kann nicht nur hoch attackieren, sondern auch den eigenen Strafraum verteidigen im klassischen Sinne. Auch dieses Element wird man bei der EM benötigen.

Die eigene Identität

In Hälfte zwei war gegen die Schweiz zu sehen, was passiert, wenn sich die Österreicher ihrer Identität und ihrer Stärken besinnen. Kaum war der Schalter umgelegt und wurde wieder mit gewohnter Intensität hoch attackiert, gab es für die Schweizer nichts zu holen. Und auch das ist durch Zahlen belegt: Die vier Schüsse der Eidgenossen fielen allesamt in Hälfte eins, nach Seitenwechsel kam kein einziger Schweizer …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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