Fußball-WM 2026: Das sind die fünf großen Probleme dieses Turniers

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Natürlich besuchte Gianni Infantino auch kurz vor dem Start der XXL-WM noch einmal Donald Trump im Weißen Haus. Gemeinsam streckten beide ihre Daumen grinsend Richtung der Kameras, saßen sich am Schreibtisch im Oval Office gegenüber. Amerika sei bereit, die Welt willkommen zu heißen, bedankte sich der FIFA-Chef beim US-Präsidenten und verkündete ebenfalls via Instagram, es werde die „großartigste und inklusivste Weltmeisterschaft der Geschichte.“

Doch bevor Infantino beim Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika am Donnerstag auf der Tribüne des Aztekenstadions sitzen wird, mehren sich die Zweifel an diesem Superlativ: Sogar einem FIFA-Schiedsrichter wird die Einreise in die USA verweigert.Dazu sorgen die teils horrenden Ticketpreise, Infantinos Nähe zu Trump sowie der sportliche Gigantismus für Kritik am Fußball-Weltverband. Und dann meldet sich auch noch ein alter Bekannter mit einer Strafanzeige. Das sind Infantinos Problemfelder kurz vor dem WM-Beginn:

Problem 1: Anzeige durch Platini

Kurz nachdem Infantino zum Wochenbeginn im Central Park von New York ein paar Kleinfelder eingeweiht hatte, holten ihn unliebsame Nachrichten aus der Vergangenheit ein. Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini reicht in Frankreich Strafanzeige gegen Infantino und weitere frühere Funktionäre ein. Nach Ansicht des 70-Jährigen habe es eine Verschwörung gegeben, um seine Wahl zum FIFA-Präsidenten vor über zehn Jahren zu verhindern. Statt der französischen Fußball-Legende stieg damals Infantino zum Chef des Weltfußballs auf.

Problem 2: Die Nähe zu Trump

Wie sehr gerät die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA auch zur Trump-Show? Den WM-Pokal wird der US-Präsident beim Finale am 19. Juli in East Rutherford nahe New York definitiv überreichen. Seit Jahren umschmeichelt Infantino den US-Präsidenten, die „Bromance“ („New York Times“) der beiden Alphamänner gipfelte bislang in der Verleihung des neu erfundenen FIFA-Friedenspreises bei der WM-Auslosung.

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Im Februar verkündete der Weltverband eine Partnerschaft mit Trumps umstrittenen Friedensrat. Bei der ersten Sitzung war auch Infantino dabei, zeitweise trug der Italo-Schweizer eine rote Kappe mit der Aufschrift „USA“. „Das Problem ist das Ausmaß der Bereitschaft der FIFA und von Gianni Infantino, als Steigbügelhalter, Verbündeter und de facto Propagandawerkzeug für Donald Trumps Regime zu fungieren“, schrieb der britische „Guardian“.

Problem 3: Die US-Einreisepolitik

Die Debatte um die Einreisepolitik stellt den Einfluss der FIFA auf die amerikanische Politik direkt auf den Prüfstand. Die USA verweigerten dem für die WM vorgesehenen Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia die Einreise. Begründung: Bedenken bei der Sicherheitsüberprüfung. Man sei nicht an den Verfahren zur Einwanderung beteiligt, teilt die FIFA machtlos mit.

Artan ist kein Einzelfall. Beim Iran haben nach eigenen Angaben 15 Funktionäre kein Visum erhalten, das Team selbst darf laut des iranischen Botschafters in Mexiko nur an Spieltagen in die USA einreisen und muss danach ins Quartier nach Mexiko zurückkehren. In den WM-Regularien ist eigentlich festgelegt, dass eine Mannschaft fünf Tage vor ihrem ersten Gruppenspiel im entsprechenden Gastgeberland ankommen muss.

Menschen aus Haiti ist wie Iranern und Iranerinnen die Einreise in die USA derzeit untersagt. Fans aus Senegal und der Elfenbeinküste sind von Einschränkungen betroffen, Berichte über Probleme gibt es beispielsweise auch aus dem Irak.

Zudem haben nach Angaben des Internationalen Sportjournalisten-Verbands AIPS nicht nur Reporter aus dem Iran, sondern auch aus afrikanischen Ländern keine oder …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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