Gewalt gegen Schiedsrichter: So will Al-Dersimspor heraus aus der Schublade

Sport

Das erste Mal Gesprächsbedarf gab es auf dem Sportplatz am Anhalter Bahnhof am Sonntagnachmittag gegen 15:10 Uhr. Knapp zehn Minuten waren in der Partie zwischen den Berlin-Ligisten BSV Al-Dersimspor und SFC Stern 1900 gespielt, als Schiedsrichter Christian Stein den Gästen vom SFC einen Freistoß zusprach. Es folgten ein paar Widerworte eines Spielers von Al-Dersimspor, eine sachliche, aber bestimmte Erklärung von Stein, schließlich: einsichtiges Nicken. Ein gutes Beispiel für gelungene Kommunikation zwischen Spieler und Referee.

Dass die Kommunikation zwischen Spieler und den Spielleiter auf den Fußballplätzen dieses Landes nicht immer so reibungslos funktioniert, ist kein Geheimnis. Im Gegenteil: In den vergangenen Wochen wurde mehr denn je diskutiert über die Schiedsrichter. Um die sich häufende Gewalt ihnen gegenüber. Auch der Name Al-Dersimspor fiel in diesen Diskussionen immer wieder. Wenig verwunderlich, schließlich hatte ein Akteur des Kreuzberger Klubs im September nach einem Spiel gegen den Frohnauer SC den Schiedsrichter zu schlagen versucht.

Al-Dersimspor muss Auflagen erfüllen

Der Vorfall feuerte die Diskussion um die Sicherheit der Schiedsrichter im Amateurfußball neu an. Dazu boykottierten Schiedsrichter zwischenzeitlich die Spiele des Klubs und auch zu dem berlinweiten Streik der Spielleiter am Wochenende des 26./27. Oktobers trug der Vorfall bei. Inzwischen ist zumindest bei Al-Dersimspor wieder ein wenig Ruhe eingekehrt. Seit das Sportgericht des Berliner Fußball Verbandes den Klub seit Mitte Oktober wieder am Spieltrieb teilnehmen lässt, rollt der Ball wieder am Anhalter Bahnhof.

Auch wenn der Fokus von Al-Dersimspor inzwischen wieder auf dem sportlichen Geschehen liegt, abgeschlossen ist das Thema Schiedsrichter für den Klub lange nicht. Zum einen, weil die Kreuzberger mehrere Auflagen erfüllen müssen, um wieder mitmischen zu können. Zum anderen, weil man sich in Zukunft um ein besseres Verhältnis zu den Berliner Schiedsrichtern bemühen will. Um eines, das weniger von den derzeit vermeintlich bestehenden Vorurteilen, sondern von Respekt und Verständnis füreinander geprägt ist.

Einer, der den Weg hin zu einem harmonischeren Miteinander ebnen will, ist Erdal Güncü. Güncü ist der sportliche Leiter bei Al-Dersimspor. Wenn man mit dem 47-Jährigen, der auch schon als Trainer für den…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Sport

      

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