Jugendwahn bei der Wiener Austria und zähe Verhandlungen mit Dragovic

Sport

Rekordzahlen bei jungen Fans sowie verstärkter Fokus auf die Eigenbauspieler. Weil das Geld fehlt. Kann man sich Aleksandar Dragovic leisten?

Jung, jünger, Austria Wien. Auf den Tribünen wie auf dem Platz. Die Wiener Austria verzeichnete in der vergangenen Saison Rekordzahlen mit einem Schnitt von 12.284 Zuschauern pro Partie. Zum Vergleich: 2023 kam man auf einen Schnitt von 11.698, 2022 gar nur auf 8.517. Die Zahlen sind auch deshalb beachtlich, da es sportlich nicht wie gewünscht lief, man sich mit der Qualifikationsgruppe und letztlich Rang acht zufrieden geben musste.

Die Fans hielten dennoch die Treue, vor allem die jungen. Denn die Anzahl der Abonnenten unter 15 Jahren wurde am Verteilerkreis innerhalb der letzten fünf Jahre versechsfacht. Knapp 23 Prozent davon sind Abonnentinnen. Die Austria ist somit im Begriff, sich eine Fanbasis für die Zukunft aufzubauen.

Gemeinsamer Nenner

Gleichzeitig will und muss man im sportlichen Bereich ebenfalls auf die eigene Jugend bzw. Jugendarbeit setzen. Die Bestellung von Stephan Helm als neuen Trainer und Nachfolger von Michael Wimmer ist ein Indiz dafür, die finanziell weiterhin sehr angespannte Situation ein weiterer guter Grund. 

Helm, der gemeinsame Nenner und personifizierte Schulterschluss zwischen den zwei Gruppierungen im Hintergrund, kommt aus der Nachwuchsabteilung, war zuletzt Coach der Young Violets. Sein Co-Trainer Christian Wegleitner und Christoph Glatzer kennen das violette Innenleben ebenfalls bestens. Sie alle sollen dafür sorgen, dass sich die Austria-Talente bis in die Kampfmannschaft dribbeln.

APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Sportvorstand Jürgen Werner, der Helm schon vor eineinhalb Jahren zur Austria holen wollte, ist vom neuen Coach überzeugt. „Die Entscheidung haben wir innerhalb der Austria-Führung getroffen. Er ist ein absoluter Kenner unserer talentierten Nachwuchsspieler.“ 

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Präsident Kurt Gollowitzer pflichtet dem bei, freut sich ebenfalls über die Wahl. „Wir haben eine Austria-Lösung gefunden, von der ich zu 100 Prozent überzeugt bin.“ Für ihn ist künftig der Fokus auf die eigene Akademie wichtig. „Wir wollen junge Spieler forcieren und rechtzeitig im Profibereich einbauen.“

EPA/ANDREJ CUKICStadionverkauf

Ein Gespräch führten Werner und Sebastian Prödl zuletzt auch mit Aleksandar Dragovic. Man legte dem ehemaligen Teamspieler ein Angebot vor, das für den aktuellen Finanzzustand der Violetten als sehr gut bezeichnet werden kann. Allerdings soll der Verteidiger auch bei AS Roma im Gespräch sein. 

Im Hintergrund feilt man weiterhin am Stadionverkauf, der bis 30. Juni vollzogen sein sollte, um den Deal mit Kreditgeber Bank Austria zu finalisieren. Vielleicht braucht es einen Aufschub.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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