Levi-Slalom: Vlhova und Gisin führen bei Halbzeit ex aequo

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Die Österreicherinnen haben am zweiten Tag in Lappland einige Mühe. Auch Mikaela Shiffrin kann mit den Besten nicht Schritt halten

Zweiter Slalom-Tag in Levi, zweite Halbzeitführung für Petra Vlhova: Die Slowakin war auch am Sonntagvormittag wieder das Maß aller Dinge. Auf dem bislang einfachsten Kurs an diesem Wochenende in Finnland zeigte die 25-jährige Samstag-Siegerin abermals ihre momentane Sonderstellung, die letzten vier Slaloms  hat sie ja allesamt gewonnen.

Anders als am Samstag musste sie ihre Führung allerdings teilen – die Schweizerin  Michelle Gisin löste zeitgleich die Lichtschranke im Ziel aus, für die 26-jährige Kombi-Olympiasiegerin aus Engelberg eine Premiere.  Und ihre Landsfrau Wendy Holdener sicherte sich mit 23 Hundertstelsekunden Rückstand Platz drei. „Ich hatte schon erwartet, dass es so eng werden würde“, sagte Vlhova, „viele haben ja gestern Selbstvertrauen getankt.“

Mikaela Shiffrin hingegen wirkte zu Beginn des zweiten Bewerbes nach ihrer Rückkehr in den Weltcup ungewohnt unsicher. „Ich habe nicht gewusst, ob es mir gelingen würde, überhaupt zurückzukommen. Es hat sich nicht perfekt angefühlt“, hatte die 25-jährige Amerikanerin nach ihrem zweiten Platz am Samstag noch gesagt. „Ich war nicht wirklich nervös, aber ich bin so lange nicht mehr auf diesem Level gefahren. Es ist so ermüdend und emotional. Ich mag aber nicht mehr emotional sein.“

Doch die Emotionen schienen auch am Sonntagmorgen zu stark zu sein, Shiffrin wirkte beinahe fahrig, mehrfach rutschten ihr die Skier  eingangs des Steilhangs weg. Immerhin kam sie mit 37 Hundertstelsekunden Rückstand auf Platz vier.

EPA/KIMMO BRANDT

Wieder Beste in Rot-Weiß-Rot: Katharina Liensberger

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Die Österreicherinnen kamen mit dem  Lauf von US-Coach Mike Day nicht wirklich zurecht. Beste war Katharina Liensberger, am Samstag noch Dritte, die sich mit 0,57 Sekunden hinter der Kanadierin Laurence St-Germain auf dem sechsten Platz einreihte. Zwar erwischte die 23-jährige Vorarlbergerin  den flachen ersten Streckenteil besser als tags zuvor, dafür baute die Nummer eins der ÖSV-Slalom-Damen dieses Mal im Steilen einen groben  Fehler ein. „Ich hab’ das einfach nicht sauber getroffen und einige Tore gebraucht, bis ich wieder in den Kurs gekommen bin“, sagte die Göfnerin.

Franziska Gritsch, am Samstag nach ausgezeichnetem  Start ausgeschieden, zeigte abermals auf den ersten 25 Sekunden, dass sie im flachen Gelände mit den Besten auf Augenhöhe ist. Trotz kleiner Fehler im steileren Terrain kam die Ötztalerin immerhin auf den neunten Rang (+0,67). „Der obere Teil war wieder richtig gut, ich bin froh, dass ich im Ziel bin.“
Wenig überzeugend waren die Darbietungen der Kolleginnen in Rot-Weiß-Rot. Katharina Truppe lag bei Halbzeit auf Rang 12 (+0,93), es folgten  Chiara Mair (+1,01), Katharina Gallhuber (+1,39)  und  Katharina Huber (+1,55).

Bernadette Schild, die am Samstag die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasst hatte, lag schon im Schnee, rettete sich aber akrobatisch und kassierte 1,82 Sekunden Rückstand. Ob das für einen zweiten Auftritt an diesem Sonntag (Start zum Finale um 13.15 Uhr) reichen würde, war zunächst nicht abzusehen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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