Lothar Matthäus lästert über Red Bull Salzburg

Sport

Der frühere deutsche spricht über seine Zeit bei Salzburg, wo er ein Jahr lang als Co-Trainer fungierte.

Lothar Matthäus ist bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Der deutsche Fußball-Weltmeister von 1990 hat sich durch seine direkte Art vor allem nach der aktiven Karriere einige Feinde geschaffen – und sich so womöglich auch um den einen oder anderen Trainerjob gebracht.

Im neuesten Podcast des Sportchef von BILD.de, Kai Traemann, spricht Matthäus unter anderem auch über seine Zeit bei Red Bull Salzburg, wo er von Mai 2006 bis Juni 2007 an der Seite von Giovanni Trapattoni als Co-Trainer fungierte. Der 58-Jährige behauptet, dass ihm damals Trapattoni von Red Bull als Cheftrainer vor die Nase gesetzt wurde.

Marketing-Geschichte

„Erinnerst du dich noch an 2006, du warst damals der neue Cheftrainer von Red Bull Salzburg und hast mich damals im Trainingslager der kroatischen Nationalmannschaft besucht. Dort habe ich den Vertrag unterschrieben, den du mir vorgelegt hast“, erinnert sich der in den Podcast eingeschaltete Niko Kovac. „Ein paar Wochen später, nach der WM bin ich nach Salzburg gekommen und urplötzlich war nicht mehr Cheftrainer Lothar Matthäus, sondern Giovanni Trapattoni und du warst Co-Trainer. Ich weiß bis heute noch nicht, wieso, weshalb, warum. Verrate mir doch mal, was in der Zwischenzeit passiert ist“, fragt der heutige Trainer des FC Bayern München Mätthaus.

„Liebe Niko, ganz einfache Antwort: „Bei Salzburg ist ja nicht das Ergebnis das Wichtigste, sondern das Ergebnis, das die Dose erzielt, nämlich die Red-Bull-Dose. Und da in Italien der Markt sehr schlecht gelaufen ist für Red Bull, musste man dort natürlich eine neue Marketingstrategie fahren. Und da Trapattoni als Trainer frei, hat man ihn zu Red Bull Salzburg geholt, um die Dose in Italien wieder auf Vordermann zu bringen, die Verkaufszahlen zu verbessern“, nennt der Weltfußballer des Jahres 1991 den Grund, warum der Kult-Trainer ihm und Hansi Flick „vor die Nase gesetzt wurde“.

Matthäus blieb dann Co-Trainer, Flick verließ Salzburg nach nur zwei Runden und heuerte beim DFB an. Der ehemalige Mittelfeldspieler erinnert sich im Podcast auch daran, wie man den japanischen Innenverteidiger Tsuneyasu Miyamoto holte, obwohl Salzburg zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Spieler für diese Position hatte. „Aber Miyamoto war der Rudi Völler des japanischen Fußballs und da ist die Dose auch nicht so gelaufen. Miyamoto sollte die Japaner auf die Dose aufmerksam machen, es war eine Marketing-Geschichte“.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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