Nach 1:1 gegen Sturm: „Darum beneidet halbe deutsche Liga Salzburg“

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Die Meisterschaft bleibt nach dem 1:1 im Auftakt-Hit zwischen Salzburg und Sturm spannend. Die Dreierkette des Meisters konnte gefallen.

Es war ein schmeichelhafter Punkt, den Sturm Graz aus Salzburg mitnehmen durfte. Vor allem in der ersten Hälfte legte der Meister einen bärenstarken Auftritt hin, blieb auch nach der Pause gefährlicher. Mehr als die Führung durch Petar Ratkov (15.) kam aber nicht heraus.

So konnten die Grazer mit dem ersten Schuss aufs gegnerische Tor ausgleichen. Otar Kiteishvili nützte eine Unaufmerksamkeit von Oumar Solet zum 1:1 (80.).

Gut für den neutralen Fußball-Fan: Die Liga bleibt spannend, Sturm liegt weiter nur zwei Punkte hinter den Salzburgern.

Deren Trainer Gerhard Struber sprach trotz des verspielten Sieges von einem lachenden und einem weinenden Auge. „Die Leistung hat gezeigt, dass wir mit gutem Grund an der Tabellenspitze stehen, und dass es auch zukünftig schwer gegen uns wird“, meinte er. „Ich bin sehr zuversichtlich für die nächsten Wochen. Wir haben gesehen, dass wir auch einen starken Gegner durch unsere Systematik unter Druck setzen können.“

Dominanz in Hälfte eins 

Tatsächlich war in Hälfte eins teilweise jener dominante Fußball zu sehen, den man von den Salzburgern im Herbst oftmals vermisst hatte.

Das machte Struber wiederum an seiner ersten Vorbereitung fest, im Sommer ist er ja erst knapp vor dem Ligastart von Matthias Jaissle übernommen. „Wir haben uns gemeinsam etwas erarbeiten können. Dazu kommt, dass wir jetzt mehr Verfügbarkeit im Kader haben.“

Unter anderem haben die Salzburger an der Dreierkette in der Abwehr gearbeitet – und die scheint von Tag zu Tag besser zu funktionieren. Vor allem Neuzugang Flavius Daniliuc hat gleich bei seinem ersten Auftritt im Bullen-Dress einen guten Eindruck im Abwehrzentrum hinterlassen.

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Das könnte das neue Wohlfühlsystem der Salzburger werden.

Dazu kommt eine enorme Wucht bei den Standardsituationen. Drei der vier Tore im Frühjahr hat Salzburg nach ruhenden Bällen erzielt.

Co-Trainer Alexander Hauser ist der Mann, der sich die Sachen ausdenkt, Maurits Kjaergaard führt die meisten aus. Diesmal bediente er Ratkov mit einem perfekt getretenen Eckball.

APA/KRUGFOTO

Christian Ilzer

Das alles blieb natürlich auch dem Gegner nicht verborgen. Sturm-Trainer Christian Ilzer war vor allem von Salzburgs Dreierkette beeindruckt. „Man hat gesehen, wie schwer es ist, dieses Bollwerk zu brechen“, sagte er. „Jeder Spieler hat eine unglaubliche Dynamik. Es würden sich in der deutschen Bundesliga Mannschaften glücklich schätzen, wenn sie diese Mauer hätten. Darum beneidet die halbe deutsche Liga die Salzburger.“

Im Titelkampf bedeute das eine große Herausforderung für sein Team. „Aber wir werden die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen. Wir haben gesehen, was uns erwartet.“

War seine Mannschaft in der ersten Halbzeit noch „in allen Belangen unterlegen“, sah Ilzer nach der Pause eine klare Steigerung. „Mir hat gefallen, wie wir in der zweiten Hälfte reagiert haben. Am Ende haben wir uns den Punkt auch verdient.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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