Nach dem Hymnen-Protest bei der WM: Irans Fußballer sangen wieder

Sport

Viel beachtet hatten die iranischen Fußballspieler im ersten WM-Spiel geschwiegen. Im Duell gegen Wales wurde dann wieder gesungen.

Vor dem zweiten Spieltag in Gruppe B war zunächst einmal für Waliser eine gute Nachricht überbracht worden. Ihre bunten Hüte, die den Veranstalter zunächst zu sehr an die verbotenen Regenbogen-Farben erinnert haben, waren diesmal erlaubt.

Doch mit Spannung war vor allem erwartet worden, wie die iranischen Fußballspieler diesmal handeln würden. Die Fußballer, die in der Heimat unter Druck von beiden Seiten (Regime und Protestierenden) stehen, hatten sich vor dem ersten Spiel gegen England dazu entschieden, bei der Hymne der Islamischen Republik nicht mitzusingen – wie zuvor schon bei Testspielen. 

Diesmal wurde wieder gesungen, wenn zum Teil auch verhalten. Einer der schärfsten Kritiker, Sardar Azmoun, hielt sich sichtbar zurück. Und dann stand ohnehin wieder der Fußball im Mittelpunkt.

Der Druck für die Iraner wird deshalb nicht weniger. Sportlich wäre ein Aufstieg ins Achtelfinale zwar noch möglich, unter den derzeitigen Umständen ist er aber unrealistisch. Auch wenn Trainer Carlos Queiroz versichert: „Das erste Spiel ist abgehakt.“

Am 2.12. geht es in einem emotionalen und hochpolitischen Spiel in Doha gegen die USA.  Bei einer Niederlage gegen Wales ist es aber für den Iran sportlich unbedeutend. Dieses WM-Prestige-Duell hatte der Iran 1998 in Frankreich mit 2:1 gewonnen.

Auch wenn Trainer und Goalgetter mehrmals darauf verwiesen haben, sich jetzt ausschließlich auf Fußball konzentrieren zu wollen – momentan wird sich vermutlich kaum ein iranischer Spieler zu 100% auf Fußball konzentrieren können. 

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Source:: Kurier.at – Sport

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