Nacht-Riesenslalom Schladming: Meillard führt, Feller Vierter

Sport

Zwei Schweizer liegen mit großen Vorsprung an der Spitze, zwei Österreicher sind in den Top Ten.

Selbst an so einem traditionellen Weltcup-Standort wie Schladming gibt es hin und wieder noch etwas Neues. Sei es eine Flitzerin wie 2020, sei es ein Nachtslalom für die Frauen wie im vergangenen Winter – oder eben ein Riesenslalom unter Flutlicht wie am Mittwochabend.

Für die Österreicher standen die Zeichen nicht unbedingt ideal. „Seit Adelboden habe ich keinen einzigen Lauf Riesenslalom trainiert“, sagte der immer noch von Rückenproblemen geplagte Manuel Feller, „ich bin dafür da, dass ich für die WM meine Startnummer in den Top sieben behalte. Aber die Erwartungen sind gering.“

EPA/CHRISTIAN BRUNA

Nachtarbeit an der Planai

Der Beste pausiert

Doch die Lokalmatadoren waren immer noch besser dran als der Schweizer Überflieger Marco Odermatt, der seit einem Schlag aufs Knie in der ersten Abfahrt in Kitzbühel am vergangenen Freitag pausiert. „Am Dienstagabend ist er angereist, heute Vormittag war er auf der Reiteralm frei fahren und auch ein paar Tore Riesenslalom“, sagte sein Trainer Thomas Stauffer, mit Blick auf die WM ist aber Schonung und Verzicht angesagt.

„Er hat viel Therapie gemacht, das Knie hat sich auch gut erholt, aber wir schauen Tag für Tag.“ Heißt: Ein Start in den beiden Super-G am Wochenende in Cortina d’Ampezzo ist nicht gesichert, aber auch noch nicht ausgeschlossen.

Es war wohl auch besser, dass sich der Sieger von vier der bislang fünf Saisonbewerbe schonte: Auf eisiger Piste war ein stark drehender erster Lauf für das Ersatzrennen von Garmisch-Partenkirchen gesetzt, Wohlgefühl stellte sich bei den wenigsten Startern ein.

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Sieht schlimmer aus, als es ist: Das Flutlicht bescherte den Läufern gute Sichtverhältnisse

Schwierige Aufgabe

Marco Odermatt sah im Zielstadion am Fuße der Planai, wie sich der andere Riesenslalom-Saisonsieger mit Startnummer 1 abmühte: Lucas Braathen handelte sich mehr als zwei Sekunden Rückstand auf den Besten ein, der zur allgemeinen Überraschung weder ein Norweger ist noch  Henrik Kristoffersen heißt.

Loïc Meillard sprang für seinen verletzten Teamkollegen Marco Odermatt in die Bresche, an die 1:09,05 Minuten des 26-jährigen Westschweizers kam niemand auch nur annähernd heran. „Ganz einfach war es nicht, aber ich habe versucht, ruhig zu bleiben und nichts zu übertreiben und nichts Besonderes zu machen“, erklärte Meillard sein Erfolgsrezept. Sein Bündner Teamkollege Gino Caviezel  war 0,64 Sekunden länger unterwegs, Henrik Kristoffersen lag bereits mit 1,06 Sekunden Verspätung auf Platz drei.

Apropos Kristoffersen: Erstmals war  das offizielle Firmenlogo seines Ausrüsters Van Deer am Mittwoch nicht überklebt. Da der Ski mit dem aktuellen Design jetzt im Handel verfügbar ist, wurden vom Marcel-Hirscher-Red-Bull-Projekt nach Rücksprache mit Experten alle FIS-Regularien eingehalten.

APA/ERWIN SCHERIAU

Wieder einmal bester Österreicher: Manuel Feller

Positive Perspektiven

Manuel Feller fuhr im steilen Zielhang weite Wege und dennoch auf Zwischenrang vier (+1,52 Sekunden). „Der Fehler im Steilhang zipft mich halt ein bissl an, aber ohne Training kann ich auch nicht erwarten, dass ich um den Sieg mitfahre. Die Ausgangsposition ist trotzdem nicht schlecht.“

Stefan Brennsteiner kassierte 1,92 Sekunden und ist Neunter, Raphael Haaser (+1,99) zeigte als Elfter auf und der leidgeprüfte Roland Leitinger wahrte ex aequo mit Marco Schwarz seine WM-Chancen (+2,38). Patrick Feurstein hingegen verlor 3,62 Sekunden und bangte …read more

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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