ÖFB-Kapitän wehrt sich gegen Kritik: „Man kann in Schönheit sterben“

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„Wir wollen in erster Linie gewinnen, und das haben wir zuletzt gemacht“, verteidigt Baumgartlinger die Leistungen des ÖFB-Teams.

Vor nicht allzu langer Zeit hätten fünf Länderspiel-Siege in Folge eine Euphorie in Österreich ausgelöst. Mittlerweile hat sich aber die Erwartungshaltung verändert – spätestens seit dem wenig überzeugenden 2:1 am Sonntag in der Nations League gegen Nordirland mehren sich die Stimmen, die der Fußball-Nationalmannschaft Mängel in punkto Kreativität und Offensivgeist vorwerfen.

ÖFB-Kapitän Julian Baumgartlinger zeigt dafür wenig Verständnis. „Wir haben in den letzten Jahren immer gesehen, dass man in Schönheit sterben kann“, sagte der Leverkusen-Profi. „Wir wollen in erster Linie gewinnen, und das haben wir zuletzt gemacht.“

Destruktiv agierende Gegner

Laut Baumgartlinger stellen die ÖFB-Kicker an sich selbst den Anspruch, schönen Fußball zu zeigen. Erschwert wird dieses Vorhaben jedoch durch äußerst destruktiv agierende Gegner, wie es zuletzt gegen Norwegen oder beim 3:0 im Testspiel gegen Luxemburg der Fall war. „Mittlerweile kann jeder verteidigen und schnell umschalten“, sagte der Mittelfeldspieler.

Auch die B-Truppe der Norweger wird am Mittwoch im Happel-Stadion wohl den Fokus auf die Defensive legen. Dennoch soll der Nations-League-Gruppensieg mit einem Erfolg fixiert werden. „Wir werden wieder versuchen, unser Spiel durchzubringen und unsere Leistung nach oben zu schrauben. Wir wollen wieder Heimstärke demonstrieren“, kündigte Baumgartlinger an.

Egal, ob es gegen Erling Haaland und Co. oder gegen eine norwegische B-Elf geht – das oberste Ziel ist laut dem 32-Jährigen der Nations-League-Gruppensieg. „Wahrscheinlich fragt am Ende des Tages keiner mehr, wie es dazu gekommen ist, dass wir uns für Liga A qualifiziert haben“, meinte Baumgartlinger.

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APA/AFP/JOE KLAMAR / JOE KLAMAR“Sind sehr privilegiert“

Der Salzburger ist froh darüber, dass die Partie in Lockdown-Zeiten überhaupt stattfinden kann. „Wir sind immer noch sehr privilegiert, tragen auf Klub- und Nationalteam-Ebene alle Spiele aus. Im Prinzip sind wir sehr verwöhnt, was das angeht. Wir wissen das sehr zu schätzen, dass wir fast uneingeschränkt unseren Beruf ausüben dürfen“, erklärte Baumgartlinger.

Auch Teamchef Franco Foda begrüßte die Entscheidung zur Fortsetzung des Profi-Fußballs. „Es ist wichtig, dass man alles unternimmt, damit der Fußball so gut wie möglich und mit allen Vorsichtsmaßnahmen weitergeführt wird, damit die Menschen eine Abwechslung haben“, sagte der Deutsche.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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