Österreichische Ex-aequo-Führung im Slalom von Adelboden

Sport

Manuel Feller und Fabio Gstrein liegen bei Halbzeit gleichauf an der Spitze des Klassements. Knapp dahinter ist der Schweizer Aerni.

So ganz geheuer war den Verantwortlichen des Ski-Weltverbandes FIS der Massenauflauf in Adelboden dann doch nicht. Je 13.000 Zuschauer hatte der Kanton Bern für die Rennen am Chuenisbärgli zugelassen – die öffentliche Siegerehrung nach dem Riesenslalom am Samstagabend wurde dann aber doch abgesagt.

Am Sonntag war das Zielstadion abermals gefüllt, und zunächst sahen die begeisterten Fans vor allem das große Scheitern: Der norwegische Weltmeister Sebastian Foss-Solevåg eröffnete den Bewerb und schied im Zielhang aus, und der schnellste Mann im Feld schaffte es nicht einmal so weit. Der Franzose Clément Noël fädelte nach seinem Aus am letzten Tor des zweiten Laufs von Madonna di Campiglio abermals ein.

Gefeiert wurden andere, und allen voran ein Fieberbrunner, der in diesem Winter wie im Rausch fährt. Manuel Feller, schon im Riesenslalom am Samstag Zweiter hinter dem Schweizer Saisondominator Marco Odermatt, legte die Bestzeit in den Schnee des Berner Oberlandes, fünf Hundertstelsekunden vor dem Schweizer Luca Aerni und neun vor dem Franzosen Alexis Pinturault.

„Das gibt ein bissl Selbstvertrauen nach den beiden Ausfällen zuletzt. Ich habe nicht alles riskiert, aber das geht auf diesem Hang auch gar nicht“, sagte Feller. „Ich glaube, es ist mir sehr gut gelungen – aber es ist erst die halbe Miete.“

Ötztaler Überraschung

Wie richtig der Tiroler lag, bestätigte sein Landsmann Fabio Gstrein – der Ötztaler fuhr bei einsetzendem Schneefall mit Startnummer 17 die gleiche Zeit wie Manuel Feller (5), damit war die Ex-aequo-Führung in Rot-Weiß-Rot perfekt.  „Im Zielhang hab’ ich mich nicht recht ausgekannt. Ich hab’ mich gefragt, warum die ganzen Leute hier so schreien, dann hab’ ich auf die Zeitanzeige geschaut und null null gesehen. Lässig.“ Ein lässiges Finale erwartet auch die Zuschauer ab 13.30 Uhr – die Top 6 sind durch nur 16 Hundertstelsekunden getrennt.

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Marco Schwarz gab neuerlich einen Hinweis auf die ansteigende Form nach seinem Knöchelbruch. Der Kärntner lag lange Zeit vor Feller und Gstrein, erst im Zielhang verlor der Kombi-Weltmeister noch Zeit und reihte sich mit 44 Hundertstelsekunden Rückstand als Achter ein.

Michael Matt hingegen brachte sich mit zwei kapitalen Schnitzern einmal mehr um die Früchte seiner Arbeit, die ihm Abschnittsbestzeiten einbrachte, am Ende standen aber 2,17 Sekunden Rückstand, nachdem der Tiroler im Zielhang beinahe ausgeschieden war. Nicht einmal ins Ziel kam der Sieger des Parallelbewerbes von Zürs, der Vorarlberger Christian Hirschbühl schied aus.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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