ÖSV-Langlaufstar Stadlober: „Ohne Medaille war ich unvollständig“

Sport
ÖSV: NORDISCHE KOMBINATION: MEDIENTERMIN SPRUNGTRAINING: LAMPARTER

Was der dritte Platz bei Olympia mit Langläuferin Teresa Stadlober gemacht hat und welche Herausforderungen der Sommer für Kombinierer Johannes Lamparter parat hatte

Es hat nicht viel zu heißen, wenn Johannes Lamparter von einer durchwachsenen Saisonvorbereitung spricht. Der Doppelweltmeister in der Nordischen Kombination ist in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind. Matura, Blinddarm-OP und ein Holzsplitter im Auge hatten Lamparter vor einem Jahr nicht davon abhalten können, in Ruka (Finnland) mit zwei zweiten Plätzen in die Saison zu starten.

APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER

Johannes Lamparter hat einen turbulenten Sommer hinter sich

Lamparters Hürden

Insofern ist dem 21-jährigen Rumer auch heute beim Weltcupauftakt in Ruka alles zuzutrauen, obwohl auch dieser Sommer ihn wieder vor viele Herausforderungen und Hindernisse stellte. Da war der Grundwehrdienst, den er bei brütender Hitze absolvieren musste, da war eine Corona-Infektion, die in schwächte, und als wäre das nicht schon genug, schlug er sich auch noch mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber herum.

Und trotzdem ist Lamparter für die Trainer wieder die heißeste österreichische Aktie. „Er ist schon ein richtig Guter“, lobt Mario Stecher und der ÖSV-Direktor muss es als ehemaliger Weltklasse-Kombinierer wissen.

Die Experten sehen in Johannes Lamparter den einzigen Athleten, der mittelfristig Superstar Jarl Magnus Riiber Paroli bieten kann. Der 25-jährige Norweger dominierte in den letzten Jahren den Sport nach Belieben und ist mit 49 Weltcupsiegen die Nummer 1 der ewigen Bestenliste. In der letzten Saison lag Riiber am Ende aber nur 21 Zähler vor Herausforderer Lamparter. Der Tiroler fühlt sich bereit für das Duell. „Ich bin fit, und die Schanze in Ruka liegt mir.“

  Hoffnung auf ein Sommermärchen

APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTHStadlobers Leichtigkeit

Während Lamparter bei den Winterspielen in Peking leer ausgegangen ist, erfüllte sich Langläuferin Teresa Stadlober in China einen Lebenstraum. Die Bronzemedaille im Skiathlon hat eine Last von der Salzburgerin fallen lassen, die sie seit Jahren in der Loipe mit sich herumgetragen hatte. „Ohne Medaille habe ich mich unvollständig gefühlt“, erzählt Stadlober. „Jetzt geht alles viel leichter von der Hand, ich kann befreiter laufen.“

Auch die Langläufer starten an diesem Wochenende in Ruka in den Winter. Mit Genugtuung hat Stadlober die jüngste Reform im Wettkampfprogramm registriert. In dieser Saison gibt’s erstmals Rennen über 20 Kilometer. Während anderen vor der Langdistanz graut, freut sich die 29-Jährige auf die sechs Rennen, in denen ein langer Atem gefragt ist. „Mir liegen Rennen, die länger dauern. Deshalb rechne ich mir über die 20 Kilometer einiges aus.“

Olympia-Bronze hat auch die Ansprüche der Salzburgerin nach oben geschraubt. Teresa Stadlober war mit ihren letzten Weltcup-Saisonen nicht ganz zufrieden. „Mir hat die Konstanz gefehlt. Ich will heuer regelmäßig in die Top sechs laufen.“

REUTERS / KACPER PEMPEL

Manuel Fettner hebt am Wochenende in Ruka ab

Mörths Premiere

Auch die Skispringer sind am Wochenende in Ruka im Einsatz. Nach dem Weltcupauftakt auf der Mattenschanze in Wisla haben die Adler wieder Schnee unter den Füßen. Ein Steirer kommt in Finnland zu seinem Weltcupdebüt. Francisco Mörth ersetzt Daniel Huber, der sich einer Knie-OP unterziehen musste.

P8Agentur

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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