Premiere: Kiesenhofer und Kriechmayr sind die Sportler des Jahres

Sport

Die Niederösterreicherin und der Oberösterreicher gewinnen erstmals. Bei den Mannschaften siegen erneut Salzburgs Fußballer.

Sie stehe „nicht gerne im Rampenlicht“, hat Anna Kiesenhofer jüngst im KURIER-Interview gesagt. Das „unmittelbare Genießen“ sei für sie etwas „schwierig. Ich verkehre lieber im kleinen Kreis.“

Doch als Sportlerin sei sie gewohnt, manchmal „aus der Komfortzone herauszukommen“. Ungewohnt sei so eine Sportlergala aber schon. „Das ist fast surrealer als der Sieg in Peking“, scherzte die Mathematikerin am Donnerstagabend, als sie auf der Bühne des Wiener Konzerthauses den „Niki“ entgegennahm. Am 25. Juli hatte die 30-Jährige beim olympischen Straßenrad-Rennen Gold gewonnen.

Für Kiesenhofer war die Ehrung der Sporthilfe ebenso eine Premiere wie für Skirennläufer Vincent Kriechmayr, der die bisher beste Saison seiner Karriere hinter sich hat. Für den sympathischen Oberösterreicher, der im Februar bei der WM in Cortina d’Ampezzo in Abfahrt und Super-G Gold gewinnen konnte und den Super-G-Weltcup für sich entscheiden konnte, zahlte sich die Trainingsunterbrechung für die Reise nach Wien aus. Auch er kann mit einem „Niki“ zurück in den Westen fahren.

Seine Mama werde schon einen guten Platz für den Award finden. „Das Feiern werde ich mir für ein anderes Mal aufheben“, schmunzelte Kriechmayr, der mittlerweile bekannt dafür ist, dass er Cortina mit einem „Damenspitz“ ein TV-Interview gab.

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Ausgezeichnet für ausgezeichnete Leistungen: Anna Kiesenhofer und Vincent Kriechmayr

Menschen bewegen

Nach einer Sportlerwahl ohne Gala im vergangenen Jahr sind heuer 900 Gäste ins Wiener Konzerthaus gekommen. Gefeiert wurde von ihnen die Langläuferin Carina Edlinger, beste Sportlerin mit Behinderung.

Handbiker Walter Ablinger gewann die Kategorie bei den Männern. Er ließ mit einem Plädoyer für Unterstützung aufhorchen: „Wir haben eine Vorbildwirkung. In Österreich leben 1,6 Millionen Menschen mit Beeinträchtigung. Wir müssen sie bewegen“, sagt der erstmalige Gewinner und wünscht sich mehr Unterstützung aus der Wirtschaft.

  Sieg für die Vienna Capitals, Shutout für Tormann David Kickert

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Berührend: Walter Ablinger hielt eine emotionale Rede

Keine Premiere war der Award heuer für den FC Red Bull Salzburg. Der Meister und Cupsieger konnte bereits zum vierten Mal den Preis gewinnen.

Viele hätten auch dem Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger nach seiner Olympia-Bronzemedaille den Titel gewünscht. Immerhin nahm sein Coach Gregor Högler als Trainer des Jahres eine Trophäe mit nach Hause.

„Die nächste Mission ist Gold“, sagt er.

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Trainer des Jahres: Lukas Weißhaidingers Betreuer Gregor Högler

Sarah-Maria Baumegger und Alexander Flechl sorgten als Special-Olympics-Sportlerin und -Sportler des Jahres für einen emotionalen Auftritt.

Aufsteiger des Jahres darf sich der Nordische Kombinierer Johannes Lamparter nennen. Mit 19 Jahren ist er schon Doppelweltmeister. In der erfolgreichen Saison 2020/’21 hat der Tiroler „nebenher“ noch die Matura gemacht.  In der kommenden Saison macht er Jagd auf olympisches Gold.

Safety-Car Van der Bellen

Neben der Welt des Sports zeigte sich auch die Politik bei der Gala. Der Abend bot wohl noch die erfreulichsten Auftritte dieser Tage für Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Sportminister Werner Kogler.

Der Präsident wurde von Rainer Pariasek in seiner Rolle während der Regierungskrise als „Safety Car des Landes“ bezeichnet – und erntete dafür Applaus.

 

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Bundespräsident in Aktion: Alexander Van der Bellen ehrte Carina Edlinger, die Sportlerin des Jahres mit Behinderung

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Sportler mit Herz: Wakeboarder Markus Lahmer (links)

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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