Rugby-WM, Tag 23: Australien siegt im strömenden Regen

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RUGBYU-WC-2019-MATCH33-AUS-GEO

Nasser Ball, nasser Rasen, dazu zwei physisch spielende Teams – das Match gegen Georgien endete mit einem Favoritensieg.

Im strömenden Regen von Shizuoka kämpfte Georgien am Freitag um den ersten Sieg gegen eine Mannschaft der A-Klasse. Und mit Australien hatten die Georgier ein Team zum Gegner, das sich im bisherigen Verlauf der Rugby-WM in Japan mit Undiszipliniertheiten immer wieder einmal in Schwierigkeiten gebracht hat, dennoch aber zu zwei Siegen gekommen ist – das reichte trotz der 25:29-Niederlage gegen Wales bereits zum Viertelfinaleinzug.

Die Wallabies starteten wie erwartet: offensiv – und durch ein High Tackle von Matt Toomua gleich einmal um die Arbeit der ersten vier Minuten gebracht; David Pocock verursachte den nächsten Penalty für Georgien (8.). Australien versuchte es mit physischem Spiel, Georgiens Defensive war aufmerksam und hielt den Gegner gut von der Gefahrenzone fern.

Pech hatten die Australier in der 14. Minute, als Full Back Kurtley Beale wegen Verdacht auf eine Kopfverletzung zur entsprechenden Untersuchung raus musste – er war nach einem Tackle am Boden, Davit Katscharawa verlor auf dem nassen Rasen den Halt und rutschte mit viel Wucht gegen den Beales Schädel, Penalty. Nun versuchten es die Wallabies mit Pick and Go unmittelbar vor Georgiens Endzone, nach elf Phasen war der Ball verloren (16.).

Beale musste draußen bleiben, seine Teamkollegen hatten im Scrum große Probleme mit dem Gegner, und so verlagerte sich das Spiel kurz in Australiens Hälfte, das nun sich nun wieder mit Pick and Go nach vorn arbeitete und nach 17 Phasen in Minute 22 durch Nic White endlich mit einem Try belohnt wurde. Matt Toomua kickte zur 7:0-Führung (24.).

Die Kombination aus Knock-on (Ballverlust nach vorn) und High Tackle tief in der australischen Hälfte bescherte Georgien eine schöne Chance zum Verkürzen, Soso Matischwili nutzte den Penalty-Kick zum 3:7 (27.). Nun machte sich aber allmählich das kraftraubende Spiel der Kaukasier bemerkbar. 108 Tackles in den ersten 30 Minuten, nur acht verfehlt – Australien hatte zu diesem Zeitpunkt 19:0 und blieb in Georgiens Hälfte, weil die Flüchtigkeitsfehler und Disziplinlosigkeiten zunahmen.

Das freilich auch bei den Australiern: In der 35. Minute leistete sich Isi Naisarani ein Foul mit Arm und Schulter voran gegen den Kopf von Mamuka Gorgodse, was ihm nach Videostudium zehn Minuten auf der Strafbank einbrachte. Den nächsten Penalty erhielten die Wallabies, Toomua kickte aus 40 Metern zum 10:3 zwischen die Stangen, zugleich der Pausenstand.

APA/AFP/ADRIAN DENNIS / ADRIAN DENNIS

Nicht zu stoppen: Marika Koroibete auf dem Weg zu Australiens 15:3

In der 45. Minute war Australien wieder mit 15 Mann auf dem Platz, der nasse Ball bereitete beiden Teams weiterhin Probleme und sorgte für viele Knock-ons und Turnovers, gleichwohl lief das Spiel -auch deswegen – nun etwas ausgeglichener. Turbulent wurde es in Minute 51: Georgien verlor Scrum Half Gela Aprasidse, der nach einem harten Kontakt bewusstlos mit dem Kopf voran auf dem Boden aufschlug und mit dem zur Rettung unfunktionierten Golfwagerl vom Feld gefahren werden musste. Neben einem neuen Neuner brachten die Kaukasier dann auch gleich noch eine neue erste Reihe ins Spiel.

Erst in der 60. Minute erlöste Marika Koroibete die Australier: In …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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