Salzburger Eingeständnis: „Das war sehr peinlich von uns“

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Der Serienmeister ist nach der Heimblamage gegen Sturm und vor dem Bayern-Spiel in die Krise geschlittert.

Und da ist sie wieder, die Lethargie im Spätherbst, die Salzburg auch schon in der vergangenen Saison übermannt hatte. Vor einem Jahr wurde in der Bundesliga nur eines der letzten vier Spiele der Herbstsaison gewonnen – gegen den späteren Absteiger WSG Tirol. Gegen St. Pölten sowie bei der Admira und in Hartberg – allesamt nicht gerade zur Fußball-Elite gehörend – reichte es nur zu Unentschieden. Von zwölf möglichen Punkten wurden nur sechs geholt. Die erste Saisonniederlage konnte allerdings verhindert werden, die wurde erst in Runde 19 im ersten Spiel des Jahres 2020 im Februar gegen den LASK kassiert (2:3 in Wals-Siezenheim).

In dieser – verursacht durch die Coronavirus-Krise – Spätstartersaison erwischte es die Salzburger schon Ende November und das bereits in der 8. Runde. Mit dem 1:3 gegen Sturm Graz hat der Serienmeister die Generalprobe vor dem Champions-League-Schlager am Mittwoch bei den Münchner Bayern verpatzt. Ohne einige Stammspieler in der Startelf ging man zum dritten Mal in Folge nicht als Sieger vom Platz. „Das war sehr peinlich von uns“, sagte Salzburg-Tormann Cican Stankovic. Und wieder waren die Probleme in der Defensive nicht zu übersehen. Diese bekommen die Salzburger momentan einfach nicht in den Griff.

Wie schon beim 2:6 gegen die Bayern vor zweieinhalb Wochen kassierte man in kürzester Zeit zu viele Tore. War es damals in der Schlussviertelstunde, passierte das Malheur am Samstag in den ersten 15 Minuten nach der Pause. Da leitete Ivan Ljubic (48.) den Gäste-Sieg ein und ließ Jakob Jantscher wie in besten alten (auch Salzburger) Zeiten zwei Tore (53., 59.) folgen. „Wir waren nicht wir, und Sturm hat so gespielt, wie wir spielen wollten. Das war der Grund, warum wir verloren haben“, analysierte der ÖFB-Teamtormann im Sky-Interview. Die erste Hälfte sei schon „nicht gut genug“ gewesen, in der zweiten dann „sehr viel schiefgegangen“. „Es tut richtig weh. Das einzig Positive war, dass keine Zuschauer da waren“, sagte Stankovic.
 

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Salzburg-Coach Jesse Marsch sah das ähnlich. Die dritte Liga-Niederlage in seinem 40. Spiel war die deutlichste nach zwei 2:3 eben gegen den LASK (12. Februar) und in Altach (2. März) vergangene Saison. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Sturm hatte viel mehr Wille als wir, hat mehr Zweikämpfe, Laufduelle und auch Luftduelle gewonnen. Wir waren in fast jeder Situation Zweiter“, musste der US-Amerikaner eingestehen. Marsch hatte zwar einige Stammspieler geschont, aber das darf und kann keine Ausrede für den erneut enttäuschenden Auftritt sein. Gerade Marsch hebt immer die hohe Qualität seines Kaders hervor.

Tritt Salzburg am Mittwoch so auf wie gegen Sturm, dann kann es gegen den Champions-League-Titelverteidiger ein noch böseres Erwachen geben als noch beim 2:6 im ersten Duell geben, als man lange mithielt, aber auch schon in den guten Phasen zu viele Bayern-Chancen zuließ. „So wie heute kann man sich nicht präsentieren. Gute Nacht, wenn wir in der Champions League so spielen“, weiß auch Stankovic.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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