Ski alpin: Braathen siegt in Sölden, die Österreicher enttäuschen

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Der 20-jährige Norweger gewinnt vor zwei Schweizern. Stefan Brennsteiner war als 17. der Beste aus dem ÖSV-Team

Die lange Suche nach dem Erfolg im österreichischen Riesenslalom-Team wurde auch am Sonntag in Sölden wieder prolongiert. Bei traumhaften Bedingungen am Rettenbachferner wollten die ÖSV-Herren endlich aus der tiefen Talsohle nach oben finden: Der letzte Riesenslalom-Sieg datiert vom 12. Jänner 2019 (Marcel Hirscher), der letzte Podestplatz vom 24. Februar 2019 (Marcel Hirscher); seit dem Rücktritt des Salzburger Wunderwuzzis aus Annaberg steht das Team in der alpinen Basisdisziplin recht nackt da. Der letzte Podestplatz, den ein anderer als Hirscher geholt hat, stammt von Manuel Feller. Der Tiroler, der in Sölden wegen neuerlicher Rückenprobleme passen musste, war am 18. Jänner 2018 Zweiter in Garmisch-Partenkirchen. Hinter … Marcel Hirscher.

Daran änderte sich auch am Sonntag nichts. Marco Schwarz, bei der WM 2019 mit drei Medaillen veredelt und danach mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht, verlor schon in ersten Lauf früh viel Zeit und sammelte bis ins Ziel auf 2.670 Metern 2,79 Sekunden Rückstand ein, damit verpasste er die Qualifikation fürs Finale deutlich. Der Salzburger Roland Leitinger verabschiedete sich unfreiwillig aus dem Bewerb und quittierte seinen Lapsus lautstark: „Geh, Scheiße, Oida.“ Auch Raphael Haaser schied aus, Thomas Dorner verpasste die Qualifikation für den zweiten Lauf.

Historische Enttäuschung

So war es an Stefan Brennsteiner, nach fünf Knie-Operationen die Position des besten Österreichers einzunehmen, freilich lag der Salzburger bei Halbzeit auch schon 1,40 Sekunden hinter Gino Caviezel, das bedeutete den 18. Zwischenrang. „Das ist – wenn man es kritisch betrachtet – als bester Österreicher ein bissl zu wenig.“ Es sollte nicht besser werden, am Ende landete Brennsteiner auf Platz 17 (+1,98). Was bleibt, ist die Hoffnung: „Irgendwann werden wir’s schon zurückbekommen.“ Am Sonntag reisten die Österreicher jedenfalls mit dem schwächsten Ergebnis der Rennen in Sölden aus dem Ötztal ab.

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Auch Vincent Kriechmayr konnte in seinem ersten Riesenslalom seit knapp zwei Jahren und nach seinem Materialwechsel im Sommer (von Fischer zu Head) die ÖSV-Bilanz nicht verbessern, 2,14 Sekunden verlor der Oberösterreicher. Immerhin, Platz 29 bedeutete die Chance zur Verbesserung im Finale, genutzt wurde sie vom Oberösterreicher eher nicht – am Ende schaute Platz 24 (+2,99) heraus. Und Matthias Mayer? Wurde 25. (+3,04), „von Haus aus muss ich zufrieden sein, wenn ich so Riesenslalom fahre“, sagte der Kärntner Speedspezialist. „Zum Glück bleiben uns noch vier Wochen bis zum nächsten Rennen“ , resümierte Marco Schwarz. Am 13. und 14. November wird in Zürs am Arlberg parallel gefahren.

APA/AFP/JOE KLAMAR / JOE KLAMAR

Bester Österreicher: Stefan Brennsteiner

Norwegische Premiere

Den Sieg holte sich ein halber Südamerikaner: Lucas Pinheiro Braathen, 20-jähriger Sohn einer Brasilianerin und eines Norwegers, feierte damit eine Premiere. „Ein ganz guter Tag“, sagte der junge Mann aus Bærum, der schon in Jugendjahren die Tiroler Gletscher kennen gelernt hat und bereits mehrfach seine Möglichkeiten angedeutet hatte, so mit seinem sechsten Platz vor einem Jahr in Sölden und der Halbzeitführung beim Slalom von Kitzbühel im Jänner dieses Jahres.

Weltmeister Henrik Kristoffersen fiel noch vom dritten auf den fünften Rang zurück, damit erging es dem Norweger immerhin noch besser als seinem Landsmann Aleksander Aamodt Kilde, …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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