Sky-Experte Matthäus: „Salzburg wird in der Liga nicht gefordert“

Sport

Vor Salzburgs Champions-League-Start in Sevilla: Der Ex-Weltfußballer über die Chancen der Bullen und seine Titelfavoriten.

Die Champions League startet am Dienstag in ihre 30. Saison. Gleich zu Beginn in einer Hauptrolle zu sehen ist dabei Salzburg. Der österreichische Serienmeister eröffnet das Konzert der Großen mit dem Auswärtsspiel gegen den FC Sevilla (18.45 Uhr/live Sky). Die Mannschaft von Trainer Matthias Jaissle hat zwar bisher alle zehn Pflichtspiele der Saison gewonnen, gilt gegen den Rekord-Europa-League-Champion aus Spanien aber trotzdem als Außenseiter. „Wir haben zwar die jüngste Mannschaft aller Teilnehmer und gehen die Sache mit Respekt an“, sagt Jaissle, „aber ohne Angst.“

Auch der ehemalige Weltfußballer, Welt- und Europameister Lothar Matthäus traut den Salzburgern einiges zu. Der 60-jährige Deutsche fungiert bei Sky als TV-Experte – und freut sich schon auf den Auftakt.

KURIER: Was macht die Champions League aus, worauf können sich die Fans freuen?

Lothar Matthäus: Auf internationale Begegnungen, hochqualitative Spiele. National treffen die Vereine ja immer wieder auf die gleichen Gegner, jetzt geht es endlich auch wieder gegen andere Mannschaften. Die Teams sind teilweise auch wieder neu aufgestellt, das wird spannend. Wir werden alte Stars bei neuen Vereinen sehen und auch neue Spieler, die wir vielleicht noch nicht so gut kennen. In einigen Gruppen gibt es zwei klare Favoriten, in anderen haben alle vier Teams die Möglichkeit, weiterzukommen. Das alles macht die Champions League aus.

EPA/Lukas Barth-Tuttas

Im Vorjahr ging es für Salzburgs Kristensen gegen die Bayern, heuer wartet zum Auftakt Sevilla

Sie werden die österreichischen Fans als TV-Experte auf Sky Sport Austria durch die Champions-League-Saison begleiten. Was ist Ihnen wichtig, was möchten Sie den Zuschauern mitteilen?

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Das, was ich weiß und das, was ich sehe. Ich möchte mutig sein und leidenschaftlich. Natürlich werden wir viel über die Stars berichten, wie Messi und Ronaldo zum Beispiel. Aber ich will auch andere Mannschaften vorstellen. Mit Salzburg, Inter Mailand und den Bayern sind ja auch drei meiner Ex-Klubs dabei, die ich ganz gut kenne. Ich werde so nah wie möglich dabei sein und die Dinge so sagen, wie ich sie sehe. Da kann es natürlich auch sein, dass ein Zuschauer anderer Ansicht ist, das ist okay.

Sie haben selbst 30 Mal in der Champions League gespielt. Nach der schlimmsten Erinnerung traue ich mich fast nicht zu fragen, die kann man erahnen. Aber was ist die schönste Erinnerung?

Wir können auch über die schlimmste Erinnerung reden. Das ist natürlich das Finale von 1999, als wir gegen Manchester United verloren haben. Schöne Erinnerungen gibt es viele. Aber emotional hat mich ein Spiel doch mehr berührt, als die anderen. Auch wenn es kein Finale war. 2000 habe ich in der Champions League mein allerletztes Spiel für die Bayern gemacht. Wir haben gegen Real Madrid mit 4:1 gewonnen. Zu Hause im Olympia Stadion gegen die Galaktischen, wie man Real damals genannt hat. Das war schon etwas ganz Besonderes.

Zurück in die Gegenwart: Welche Klubs sind Ihre Favoriten auf den Titel?

Die vier englischen Vertreter Manchester United, Manchester City, Chelsea und Liverpool, dazu natürlich Paris und auch die Bayern. Juventus, Barcelona und Real Madrid sehe ich nicht ganz vorne dabei. …read more

Source:: Kurier.at – Sport

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